Die Bewegtbildbranche erlebt turbulente Zeiten: Jobs stehen auf dem Prüfstand, Produktionen werden gekürzt, und nicht wenige Kreative warten in diesem Jahr noch auf die nächste Tätigkeit am Set. Angesichts dieser Zukunftsängste ist der Bedarf an Orientierung und Ermutigung immens. Genau hier setzte Start Into Media, eine Initiative der Medien.Bayern GmbH, Ende November mit dem Auftakt ihrer neuen Veranstaltungsreihe an: „Future Readiness Bewegtbild“ an. Das Ziel des virtuellen Get-togethers: Mut machen und aufzeigen, welche Skills die Branche jetzt braucht, um den Wandel zu tragen.
Die Kernaussage des Vormittags: Future Readiness, also die Zukunftsfähigkeit der Branche, ist eine Führungsaufgabe. Die Expert*innen waren sich einig: Neugier, Offenheit, Aneignungskompetenz, Problemlösekompetenz und vor allem keine Scheu vor KI-Skills und neuer Technologie sind Pflichtprogramm für Medienschaffende. Dennoch bleibt natürlich solide Handwerkskunst gefragt. KI und andere Technologien sind lediglich Tools. Wer sie erfolgreich verwenden will, muss man das klassische Handwerk beherrschen.
Weiterbildung ist ein zentraler Punkt für die Zukunftsfähigkeit der Bewegbildbranche. Das zentrale Problem, das Dr. Denise Grduszak vom Erich Pommer Institut (EPI) beleuchtete, ist die fehlende Struktur: 71 % der Beschäftigten in der Branche nahmen in den letzten 12 Monaten keine Weiterbildung wahr. Es mangelt nicht nur an passenden Angeboten, sondern auch an Klarheit über notwendige Entwicklungsziele. Das EPI arbeitet u. a. mit Initiativen wie „WIBewegt“ daran, nachhaltige Qualifizierungsmöglichkeiten zu etablieren.