Erstmal herzlichen Glückwunsch! Wie war es in Hollywood?
Moritz Binder, Tim Fehlbaum: Danke für die Glückwünsche. Es hat sich tatsächlich alles etwas unwirklich angefühlt. Die Nominierung, die Anteilnahme der Öffentlichkeit und die Verleihung an sich. Es waren unvergleichliche Momente und wir sind sehr froh, dass wir sie mit so vielen tollen Menschen aus dem Team gemeinsam erleben durften.
Die Situation war ja überschattet von den Waldbränden – was haben Sie davon wahrgenommen?
Moritz Binder, Tim Fehlbaum: Die Ko-Produzenten des Films leben in LA. Und auch viele Mitarbeiter von Paramount, die uns bereits im Vorfeld der Nominierung großartig unterstützt haben. Mit all diesen Menschen haben wir natürlich sehr mitgefühlt, wie generell mit dieser besonderen Stadt. Wir haben in diesen tragischen Tagen aber auch erlebt wie eng eine Gemeinschaft zusammenhalten kann und was ein wirkliches Miteinander bewirken kann.
Die Nominierungen wurden am 23. Januar 2025 bekanntgegeben. Wie haben Sie sie verfolgt?
Moritz Binder, Tim Fehlbaum: Wir saßen gemeinsam mit den Produzenten Philipp Trauer und Thomas Wöbke im Büro der BerghausWöbke und haben den Livestream verfolgt. Enge Freunde und unsere Familien waren dabei. Das Team war größtenteils über Video zugeschaltet.
Und wie war Ihre erste Reaktion?
Moritz Binder, Tim Fehlbaum: Es war tatsächlich eine Achterbahn der Gefühle und ein Moment, den man so schnell nicht mehr vergessen wird.
Philipp Trauer, ab welchem Moment der Entwicklung und Produktion haben Sie gedacht: Ok, das könnte ein Oscar-Kandidat werden?
Philipp Trauer: Ich hatte relativ früh in der Entwicklung mal den Gedanken, dass diese Geschichte ein Kandidat für den Best Foreign Language Oscar werden könnte. Dann fand ich heraus, dass wir uns mit dem hohen englischen Sprachanteil niemals dafür qualifizieren könnten. Insofern habe ich damals das Thema Oscars abgehakt. Umso mehr freut es mich natürlich, dass wir nun trotzdem diese unglaubliche Reise erleben durften.