FÖRDER-
MELDUNG

Lesen Sie hier, welche Projekte der FFF Vergabeausschuss für die Film- und Fernsehförderung am 12. November 2025 empfohlen hat.

Liebe Leser*innen,

in den letzten Wochen und Monaten haben sich die guten Meldungen zu FFF-geförderten Projekten überschlagen: Preise über Preise und ein Chartstürmer nach dem anderen. Sämtliche deutsche Filme, für die in diesem Jahr mehr als 1 Mio. Tickets verkauft wurden, hat der FFF Bayern sowohl in der Produktion als auch im Verleih unterstützt. Aktuell stehen Pumuckl und das große Missverständnis, Die Schule der magischen Tiere 4, No Hit Wonder und Das Kanu des Manitu in den Top 10. Übrigens alles Filme, bei denen der FFF Bayern Hauptländerförderer war. Am letzten Wochenende gewannen die beiden Debütfilme Cotton Queen und Karla fünf Preise in Thessaloniki, darunter mehrere Hauptpreise. Auch hier war der FFF Bayern Hauptländerförderer, auch hier unterstützte er sowohl die Produktion als auch den Verleih. Anfang der Woche lief der FFF-geförderte Zweiteiler Sturm kommt auf im ZDF und erreichte hervorragende Quoten.

Gestern hat der Vergabeausschuss für die FFF Film- und Fernsehförderung erneut vielversprechende Projekte zur Förderung empfohlen. Insgesamt fließen 3,1 Mio. Euro in 29 Filme und Serien. Im Kinobereich empfahl der Ausschuss für fünf Projekte insgesamt mehr als 1,3 Mio. Euro. Mehr als eine halbe Million Euro entfällt auf die Produktion von vier Talentfilmen, 225.000 Euro auf neun Stoffentwicklungen: für zwei Serien, zwei Kinospielfilme und fünf Kinodokumentarfilme. Mit 875.000 Euro fördert der FFF Bayern die Herausbringung von zehn Kinofilmen.

EINIGE DER GESTERN EMPFOHLENEN PROJEKTE SIND:

 

Checkerin Marina und das Feueramulett

Ein magisches Amulett lässt Marinas besten Freund Tobi verschwinden. Um ihn zu retten, muss sie das Geheimnis des Feuers lüften und stürzt sich dafür in ihr bisher größtes Abenteuer rund um die Welt. Regie bei der Megaherz-Produktion Checkerin Marina und das Feueramulett führt Sarah Müller, das Drehbuch schrieb sie gemeinsam mit Miriam Rechel.

 

30 Bullets

BTF Productions verfilmt die wahre Geschichte eines Staatsanwalts, einer Journalistin und eines Terrorüberlebenden, die allen Widrigkeiten zum Trotz den Kampf gegen zwei übermächtige Regierungen aufnehmen. Das Drehbuch zu 30 Bullets, inspiriert von wahren Begebenheiten, schrieben die Brüder Arash und Arman T. Riahi, die auch Regie führen werden.

 

Jennerwein

Ein in Garmisch spielender Bestseller kommt auf die große Leinwand: Das Münchner Unternehmen W&B Televisionproduziert den Kinofilm Jennerwein – Hochsaison nach dem gleichnamigen Alpenkrimi von Jörg Maurer. Für die große Leinwand adaptiert haben den Stoff die Autor*innen Linus Herbig-Matten, Maximilian Brückner und Dinah Marte Golch, Regie führen wird Hannu Salonen. Ein wesentlicher Teil der Dreharbeiten findet in Garmisch statt.

 

Paluten – Der Film

Odeon Fiction mit Sitz in München produziert einen Animationsfilm, basierend auf der gleichnamigen Buchreihe des hinter „Paluten“ stehenden bayerischen Gaming-YouTube-Stars Patrick Mayer, der auch gemeinsam mit Klaas Kern und Jamie Nash das Drehbuch geschrieben hat: Als Abenteurer Paluten mit einem Teleportationsgürtel in eine finstere Parallelwelt gerät, stiehlt dort der finstere Despot König Xaroth die Technologie, um auch Palutens Heimatwelt mit seiner Armee zu unterjochen. Nun muss Paluten mit seinem besten Freund, Schwein Edgar, beide Welten retten. Ein Teil der virtuellen Dreharbeiten wird in Bayern stattfinden. Regie führen wird Tobias Schwarz.

 

Im Labyrinth des Lichts

Die Münchner Produktionsfirma Parnass Films produziert den TV-Dokumentarfilm Im Labyrinth des Lichts für ZDF/arte: Yayoi Kusamas Bilderwelten haben von Japan aus die Welt erobert und Kultstatus erreicht. Eine filmisch opulente Reise unter der Regie von Sabine Pollmeier durch die Welt eines Superstars der zeitgenössischen Kunst.

 

Die rote Linie

Isa Willinger entwickelt mit Trimafilm den Stoff für ihr neues Dokumentarfilmvorhaben, in dem es darum geht, wie sich das Ringen um die Kontrolle von immer intelligenter werdenden Maschinen zuspitzt. Erste Menschen werden Opfer von Lug und Trug der Chatbots, einige der prominentesten KI-Entwickler*innen empfinden eine Mitschuld und schlagen Alarm. Während eine Forscherin bemüht ist, einer KI gutes Benehmen beizubringen, zeigen anderswo Stresstests, dass KIs sich immer raffinierter gegen ihr Abschalten wehren. Als Produktionsfirma ist Trimafilm beteiligt.

 

Untitled Project

Mit den Autor*innen Annika Pinske und Jacob Hauptmann sowie Regisseur İlker Çatak und if… Productions entwickelt Trimafilm die Spielfilm-Adaption eines Bestsellers als High-End-Miniserie: Eine Familiengeschichte verwoben mit den Brüchen der Nachwendezeit und der heutigen Realität rechter Radikalisierung.

 

Heinz Rühmann – ein Schauspielerleben

Heinz Rühmann wurde über fast 75 Jahre hinweg zum Idol mehrerer Generationen und verkörperte zugleich die Sehnsüchte, Widersprüche und Verdrängungen der deutschen Gesellschaft – vom Kaiserreich über das Dritte Reich bis in die Bundesrepublik. Lars-Olav Beier entwickelt den Stoff für ein dokumentarisches Kinoporträt mit der Münchner Firma A Company Filmproduktion.

 

Allen gefallen

Die junge preisgekrönte Münchner Produktionsfirma Kalekone Film realisiert Allen gefallen als Debütfilm der ProduzentinLea Neu: Anatol will unbedingt Journalist werden, gerät dabei aber in eine Bewerbungsodyssee voller Missgeschicke und Notlügen, während er seiner großen Liebe hinterherrennt und der Konkurrenzkampf mit seinem Überflieger-Cousin immer mehr eskaliert. Regie führen wird Lukas Nathrath, der auch das Drehbuch gemeinsam mit Julius Forster geschrieben hat.

 

So schlimm hab ich’s mir nicht vorgestellt

Apollonia Film mit Sitz in München produziert den HFF München-Abschlussfilm So schlimm hab ich’s mir nicht vorgestelltvon Eva Gemmer. Die Autorin und Regisseurin sucht Orte auf, an denen niemand Gespräche über Sex erwartet, und stellt eine einfache Frage: „Wie wurdest du aufgeklärt?“ Entstehen soll daraus eine generationenübergreifende Debatte über Scham, darüber, wo sie anfängt, wie sie uns schützt und wann sie uns verletzt.

 

Beltracchi

Ein exzentrischer Hippie mit dem Talent eines Alten Meisters schleust jahrzehntelang gefälschte Gemälde in den internationalen Kunstmarkt und wird zum unsichtbaren Star der High Society. Gemeinsam mit seiner Frau lebt er ein Leben zwischen Palmenstrand und Pariser Galerien, Millionen und Maskerade, bis ihn sein Verlangen nach Anerkennung zum Einsturz seiner eigenen Legende führt. Autor Peter Kocyla entwickelt den Stoff Beltracchi mit der neuen Münchner Produktionsfirma Polle & Hofmann Pictures GmbH.

 

Junge Männer

Bahar Bektas und Paul M.M. Schmidt entwickeln mit der Firma Michael Kalb Filmproduktion den Stoff für den Dokumentarfilm Junge Männer, eine Langzeitbeobachtung über die Kraft der Gemeinschaft in einer Welt voller Brüche. Vier Jahre wird eine Freundesgruppe in München-Riem beim Übergang ins Erwachsenenalter begleitet, sechs junge Männer von 16 bis 19, die füreinander Familie sind.

 

LaBrassBanda Autobahn

Von der Stadl-Party in die Olympiahalle, goldene Schallplatte für Habediehre, goldene Schallplatte für Europa, Welttournee – die Band LaBrassBanda sprengt die bayerischen Grenzen. Autorin Stefanie Reinhard, die bereits mehrere Musikvideos mit der Band gemacht hat, entwickelt mit der Münchner Produktionsfirma Monolith Film den Stoff für den Kinodokumentarfilm LaBrassBanda Autobahn.

 

Im Bereich der Verleihförderung unterstützt der FFF Bayern zehn Kinofilme: Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen (Leonine Studios), Die Drei ??? – Das Geheimnis der Toteninsel (Sony Pictures Entertainment Deutschland), Extrawurstund Woodwalkers 2 (Studiocanal), Pumuckl und das große Missverständnis (Constantin Film Distribution), Das geheime Stockwerk (Farbfilm Verleih), Gelbe Briefe und Vier minus drei (Alamode Film), Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (Warner Bros.) und The Cowboy (Salzgeber).

 

Alle am 12. November 2025 empfohlenen Projekte finden Sie hier.

Bayerns Kinos tragen wesentlich dazu bei, Filmen die bestmöglichen Bühne zu bieten. Aus diesem Grund prämieren wir jährlich die bayerischen Programmkinos. So auch in der kommenden Woche, wenn wir mit Medienminister Dr. Florian Herrmann die Kinobetreiber*innen bei der diesjährigen Verleihung in Kempten im Allgäu erwarten. Dort verkündigen wir auch, welches Kino 2025 die Spitzenprämie erhält. Seien Sie gespannt!

Wir sehen uns im Kino, bis dahin eine anregende Lektüre dieser Ausgabe der Film News Bayern,

Ihre Dorothee Erpenstein

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Redaktion: Dr. Olga Havenetidis
Gestaltung: Schmid/Widmaier

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