Die frühe Uhrzeit passte zu den Gipfelstürmern. Am Morgen nach der feierlichen Eröffnung des 41. DOK.fest München unter der neuen Leitung von Adele Kohout und Maya Reichert fand sich die Filmcommunity – nicht ganz ausgeschlafen, aber zahlreich – in der HFF München zum 2. Münchner Filmgipfel ein. Nach dem erfolgreichen Aufschlag im Jahr zuvor, der unter dem Titel „Kreativität vernetzen, Orte stärken und Filmkultur fördern“ stattgefunden hatte, lautete das Thema diesmal: „Outside the Box: Neue (Denk)Räume der Filmkultur“.
Wieder luden die Filmstadt München e.V. und ihr größtes Mitglied, das DOK.fest München, gemeinsam mit dem Filmfest München ein, um über die Zukunft der Filmkultur in der Landeshauptstadt nachzudenken. Namhafte Akteur*innen aus der kommunalen Film- und Kinoszene sprachen auf zwei Podien. Es ging um die Herausforderungen der Stadtkultur angesichts steigender Mieten und knapper werdender Räume. Hinter der allgemeinen Frage, wie neue Orte für die Filmkultur aussehen könnten, wurde auch ganz konkret die Zukunft der einstigen Kino-Metropole befragt.
Kulturreferent Marek Wiechers fasste in seinen Begrüßungsworten das Motto des Gipfels als Appell an die Stadt auf. „Auch die öffentliche Hand“ müsse Kultur „outside the box“ denken. Kino verstehe er als Ort der Unterhaltung und als demokratiefördernden Raum, „der uns die Möglichkeit bietet, viele unterschiedliche Stimmen zu hören und zu verstehen“.