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Ver­trauen wagen

Am Filmset läuft selten alles glatt. Rasche Arbeitsabläufe, enge Zeitpläne, knappes Budget. Und dann gibt es noch Hierarchien, die zu Spannungen führen und eskalieren können. Was passiert, wenn man sich nicht untereinander einigen kann? Die Initiative „Fair Play Film und Kultur“, gegründet von Christine von Fragstein, Christine Tröstrum und Thomas Biniasz, schafft mit der FFF-geförderten Weiter­bildung Vertrauens­person Film + Kultur eine unabhängige Position, an die sich Betroffene am Set wenden können.
Text von Paul Junhold und Jana Simet
6 Minuten Lesezeit

Mit dem im November 2024 eingeführten Respect Code Film will die Filmbranche einen Kulturwandel schaffen. Der Code definiert Standards für den respektvollen Umgang in allen Phasen einer Filmproduktion. Doch Leitlinien allein schaffen noch kein Vertrauen. Aus diesem Grund hat Fair Play Film und Kultur 2025 die Rolle der Vertrauensperson entwickelt. Sie ist extern, neutral und unabhängig.

„Im Prinzip ist diese Weiterbildung zur Vertrauensperson, die wir in Kooperation mit der Produktionsallianz Campus aufgesetzt haben, ein Instrument, um Menschen aufzuklären, ihnen Mut zu geben, Vorfälle, die nicht in Ordnung sind zu melden und das Schweigen nach und nach zu brechen“, sagt Christine von Fragstein. Die Kulturmanagerin und systemisch-integrativer Coach arbeitet selbst als Vertrauensperson. Zusammen mit Thomas Biniasz, Psychologe und Lehrcoach, leitet sie Fair Play Film und Kultur. Beide kennen die Branche und auch die Filmproduktionen. Die Vertrauensperson sorgt für eine gute Arbeitsatmosphäre und bietet ein Gespräch mit Vertraulichkeitsvereinbarung in einem komplett geschützten Raum an. Nach vielen Gesprächen mit Filmproduktionen, der Themis und Anwält*innen aus dem Bereich Arbeitsrecht haben sie eine Definition für die Rolle von Vertrauenspersonen erarbeitet, auf der die Weiterbildung fundiert. Sie klärt im Sinne des/der Betroffenen über Handlungsoptionen auf. Sie ist Ansprechperson rund um Arbeitsbedingungen und Übergriffen in der Filmproduktion und Kulturbranche. Sie ist keine Anwält*in, keine Rechtsberater*in, keine psychologische Stelle, sondern ein neutraler Raum mit Lotsenfunktion, wo sich Betroffene hinwenden können, bevor sie zum Arbeitgeber geht.

Christine von Fragstein, Mitgründerin von Fair Play Film und Kultur

Die Vertrauensperson soll am Set eine externe, unabhängige Anlaufstelle bilden. Sie steht in der Stabsliste und wird idealerweise durch die Leitung des Warm-Up persönlich eingeführt. Das soll Vertrauen schaffen und eine unabhängige Beratung gewährleisten. Wie ein*e Lots*in ist sie diejenige Person, die die Informationen der betroffenen Person aufnimmt und einordnet: War das Verhalten okay oder nicht? Was war das für ein Übergriff? Wie ist das einzuordnen? Anschließend berät sie zu weiteren Handlungsschritten. Denn wer zum Arbeitgeber geht, setzt direkt den üblichen Beschwerdeprozess in Gang. Viele Leute scheuen vor den möglichen Konsequenzen der Sachverhaltsaufklärung zurück. In Abgrenzung zur Themis, die als Vertrauens- und Beschwerdestelle für sexuelle Übergriffe in der Medienbranche fungiert, ist die Vertrauensperson für jegliche Form von Vorfällen zuständig, sei es Diskriminierung, Rassismus oder verbale Übergriffe.

Die Notwendigkeit einer neutralen Anlaufstelle für Betroffene ist Christine von Fragstein im Gespräch mit verschiedenen Produzent*innen klar geworden. Zwar gibt es an einigen Sets sogenannte Awareness Teams, doch ein richtiger Standard hat sich in Europa bisher nicht etabliert. Dies soll sich nun ändern:
Um die Rolle in der Branche zu verankern, hat Fair Play ein zertifiziertes Weiterbildungsprogramm ins Leben gerufen – praxisnah und speziell auf die Herausforderungen der Film- und Kulturbranche zugeschnitten.

Unterrichtet wird von einem interdisziplinären Team: Psychologische Grundlagen vermittelt von Thomas Biniasz, Coaching-Methoden bringt Christine von Fragstein ein. Arbeitsrechtler*innen der Kanzlei VCVF führen in juristische Fragestellungen ein und Themis Expert*innen klären über sexuelle Belästigung auf. Besonderes Augenmerk liegt auf der Sensibilisierung für die Lebensrealitäten marginalisierter Gruppen, denn diese sind am häufigsten betroffen. Diversity- und Inklusionsberater*innen rücken Themen wie Sprache und diskriminierungsfreie Kommunikation in den Fokus.

Alexandra Hajok nutzt das FFF-geförderte Weiterbildungsprogramm zur Vertrauensperson

Die Idee fällt auf fruchtbaren Boden: Große Unternehmen haben den Respect Code bereits in Ihre Arbeitsverträge aufgenommen. Filmhochschulen und die öffentlich-rechtlichen TV-Sender verpflichten sich zur Einhaltung. „Wir glauben, dass gute Zusammenarbeit am Ende auch Geld spart, Konflikte spart und es am Ende mehr Spaß macht, zusammenzuarbeiten“, so Christine von Fragstein.

Auch der FFF Bayern unterstützt die Ausbildung nach Förderzusage, darunter Melina Hess und Alexandra Hajok. Ein Instagram-Post machte Alexandra Hajok von Crew United auf Fair Play aufmerksam, daraufhin entschied sie sich dazu, die Weiterbildung zur Vertrauensperson anzugehen. Hajok hat nicht nur selbst bereits einiges an Beratungserfahrungen sammeln können, sondern kennt auch Situationen, in denen eine dritte, neutrale Partei als Support hinzugezogen werden musste. „Die Rolle der ‚Vertrauensperson‘ gab es an sich ja schon, nur gab es dafür bisher nicht wirklich eine genaue Definition“, erklärt sie. Die Fortbildung bei Fair Play umfasst sechs Module, von denen Hajok bereits an zwei teilgenommen hat. Die Inhalte umfassen unter anderem juristischen Grundlagen, Methoden zur Konflikteskalation, sowie das Üben an Praxisbeispielen. Zudem arbeiten die Teilnehmer*innen auch zwischen den Modulen als Lerngruppen eigenständig an der Verankerung der Inhalte. Für Alexandra Hajok ist es wichtig, dass sich die Vertrauensperson zukünftig nicht nur als anerkannter Beruf durchsetzt, sondern auch, dass sie ein selbstverständlicher Part eines jeden Filmsets sein wird. Außerdem soll die Arbeit der Vertrauensperson nicht mit dem letzten Produktionstag vorüber sein, sondern auch darüber hinaus weitergehen, bis ein Fall abgeschlossen ist. „Mit dieser Weiterbildung legen wir den ersten Grundstein für die Zukunft des Films,“ sagt Alexandra Hajok stolz.

DAS PROGRAMM

Nach erfolgreichem Start geht das Programm 2026 in die zweite Runde. Im Januar startet der zweite Jahrgang der Weiterbildung Vertrauensperson Film und Kultur.

Teilnahmevoraussetzungen für das Programm sind:
– hohe Kommunikations- und Gesprächsführungskompetenz
– keine Konfliktscheue
– mindestens fünf Jahre Berufserfahrung

Nach Abschluss erhalten die Absolvent*innen weiterhin Unterstützung durch Supervision und Intervisionsgruppen.

Bewerbungsschluss ist der 20. November 2025.

Interessierte können sich an vertrauensperson@fairplay-film-kultur.de wenden. 
Weitere Informationen findet Ihr auf der Webseite von Fair Play Film und Kultur.

 

DIE INITIATIVE

Fair Play Film und Kultur wurde 2023 von Christine von Fragstein und Christine Tröstrum ins Leben gerufen und richtet sich gezielt an Menschen in der Film- und Kulturbranche. Statt alte, hierarchischen Strukturen weiterhin zu erhalten, lernen Teilnehmende wie man eine Arbeitskultur aufbaut, in der vor allem Respekt, Vertrauen und Kreativität in den Vordergrund gerückt wird. Das Team von Fair Play Film und Kultur besteht aus zwölf ausgebildeten Coaches und Trainer*innen, die in verschiedenen Workshops und Weiterbildungen ihre Kenntnisse zu Themen wie Mediation, Teamentwicklung, Inklusion und Change-Management vermitteln.

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text: Paul Junhold und Jana Simet
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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HFF
Summer
School

Julia & Daniela

Die 59. Hofer Filmtage 2025 ehrten Julia von Heinz, Autorin und Regisseurin aus Herrsching am Ammersee sowie Professorin für Spielfilm-Regie an der HFF München, mit einer Hommage. Anlass für eine persönliche Würdigung durch ihre langjährigen Kamerafrau.
Text von Daniela Knapp
5 Minuten Lesezeit
U

Ungefähr 2002 in Berlin: ich war an der SFOF – damals eine Kameraschule in Berlin – eingeladen, um meinen ersten Langfilm Mein Bruder der Vampir zu zeigen. Als Motivation vielleicht, oder ich weiß eigentlich gar nicht, warum.

Es waren interessierte Studenten und wir hatten eine nette Gesprächsrunde. Ich war ja nur wenige Jahre älter als die Studenten. Eine Studentin ist vorgeprescht und hat mich angesprochen, weil sie im Rahmen der Kameraschule als Regisseurin einen Kurzfilm mit dem Titel Lucie & Vera verwirklichen wollte. Ich sollte sie und ihren Kameramann, der mit ihr zusammen studierte, beraten. 

Ich hab später gemerkt, wie typisch das für Julia ist – wenn sie eine Idee hat, verfolgt sie die mit allen Mitteln – auch wenn die Umstände manchmal gar nicht so optimal sind.

Weil ich in Berlin auch ziemlich lost war – ich war gerade aus Ludwigsburg hergezogen – habe ich mich sehr über diese Aufgabe gefreut.

Glücklicherweise ist Julias Kameramann ausgefallen  – er wurde mit einem Praktikumsplatz nach Südafrika gelockt. Also fragte Julia mich, ob ich nicht als Kamerafrau einspringen würde. Es gab ein kleines Budget, und ich war natürlich hocherfreut, weil ich den Stoff auch sehr spannend fand.

Die Dreharbeiten waren ganz schön wild: Wir haben in einem Hochhaus ohne Strom, also auch ohne Lift, gedreht, Julias Mann John war als absolut toller Szenenbildner mit dabei und hat uns auch den Dolly über den Balkon mit einer Seilwinde hochgezogen. 

Julia von Heinz mit Thorsten Schaumann bei den 59. Hofer Filmtagen 2025, die der Autorin und Regisseurin eine Hommage widmeten

Julia war schwanger und war am Drehort im 11. Stock gefangen, weil sie den Weg nur ein Mal am Tag hoch- und runtergehen konnte. Marie Luise Schramm war als „Lucy“ schon dabei. 

Wir haben den Dreh gut überlebt und der Film hat einige schöne Preise gewonnen.

Lucie & Vera war die Ideenskizze für Julias ersten Langfilm Was am Ende zählt.

Das war vor 22 Jahren!
Was folgte kann man gut nachlesen, ich sags aber trotzdem: 

Der Deutsche Filmpreis „Bester Kinder und Jugendfilm“ für Julias Debütfilm, ein Film im Oscar-Rennen und vorher im Hauptwettbewerb in Venedig, baeyrische Film- und Fernsehpreise (ich weiß gar nicht, wie viele), eine wilde Serie, die am Stück zu Weihnachten in der ARD ausgestrahlt wurde, ein historischer Film mit dem Kamerakonzept eines französischen Gefängnisfilms und so weiter.

Wir haben fünf Filme und eine Serie zusammen gemacht, und vielleicht wollen jetzt alle wissen: Wieso klappt das so gut?

Wir waren in Israel, Polen, Ungarn, Mannheim und Friedrichsroda, in Kreuzberg und noch an vielen anderen Orten. Wir sind sicher 27 mal nachts um 4 zusammen zum Nachtdreh los oder vom Nachtdreh heimgekommen, haben vielleicht 1001 Szenen zusammen aufgelöst. Früher am jeweiligen Küchentisch und jetzt oft per Zoom, wo wir uns ab und zu zurufen: „Oh, jetzt kommen die Kinder, ich muss noch was kochen“ – „Oh ja, ich auch, aber die letzten zwei Einstellungen sind eh klar:“ Wir haben quasi einen ganzen WhatsApp-Kanal mit hin- und hergeschickten Frame Grabs, Mood Bildern und visuellen Fundstücken, die das Konzept des jeweiligen Projekts definierten und die Julia am Set immer vorzeigt als Erinnerung an das, was uns wichtig ist. Und immer der wichtige Moment am Set: der Blickwechsel nach dem „Danke, aus“, die Rückversicherung „War das gut? Brauchen wir noch eine?“

Momente, in denen ich Deinen Mut bewundert habe, liebe Julia:

 

Als Du nach einem Konzert in Israel Assaf  Avidan angesprochen hat und um die Rechte seinen Erfolgs-Songs als Abspannsong gebeten hast.

Wie Du, an Corona mit fiesen Symptomen erkrankt, in einem Zelt auf der Terrasse des Drehorts eine Szene mit Stephen Fry, Lena Dunham und 40 Komparsen inszeniert hast, über Handy, damit Du niemanden ansteckst.

Deine absolute Stärkte bei der Wahl des Kamerakonzeptes für Katharina Luther: „Wir nehmen als Vorbild den französischen Gefängnisfilm Un prophet: Wir drehen alles mit Handkamera, begleiten die Figuren und drehen keine Totalen! So sind die Filme, die mich berühren, und so steht das Historische den Emotionen der Darsteller nicht im Weg“, hast Du gesagt. Das haben wir durchgezogen, auch wenn uns möglicherweise bevorstand, dass wir Totalen nachdrehen müssen, wenn sie den Redaktionen fehlen.

Der Mut zum absoluten Wahnsinn der Serie Eldorado KaDeWe – das Go für sechs Folgen à 45 Minuten kam Ende Januar, der Sendetermin war Weihnachten.

 

 

Und zwei Dinge (von ganz vielen), für die ich Dir unendlich dankbar bin:

 

Ich musste während unseres Drehs aus meinem Folgeprojekt (einer riesigen Serie) aussteigen und du hast mir gesagt: „Ich bin an deiner Seite“ und das war nicht nur so dahingesagt!

Es gab den Moment, als ich Dir sagen musste, dass ich Hanni und Nanni nicht für dich drehen kann, weil ich Angst vor Kindern hatte (vor allem Angst vor Dreharbeiten mit Kinder, die ja immer schnell nach Hause müssen). Ich hab Dich echt im Regen stehen lassen. Du hattest auf magische Weise Verständnis für mich und hast mich trotzdem für dein nächstes Projekt gefragt.

Das Team von Was am Ende zählt. Der Film lief 2007 bei der Berlinale und gewann 2009 den Deutschen Filmpreis als Bester Kinder- und Jugendilm

Julia, ich kenne keinen Menschen, der so hart arbeitet wie Du und alles trotzdem so leicht aussehen lässt. Ich weiß, dass Dir das wichtig ist, und es gelingt Dir auch! Dir ist nie etwas zugeflogen, du hast immer ungewöhnliche Entscheidungen getroffen und bist bis zum Letzten dahinter gestanden.

Nun ist wieder alles offen: Das Arthaus Kino-Segment, in dem wir oft gearbeitet haben, ist stark herausgefordert, aber Du hast vorgesorgt und auch sehr kommerzielle Projekte gemacht und Deine Fühler ins Ausland ausgestreckt. Und Du hast diesen unbändigen Mut, alles zu wagen!

5 Filme in 22 Jahren mit Themen quer durch den Garten – ja, warum klappt das so gut? Ich glaube,  weil wir einander zuhören.

Liebe Julia,
Danke für Dein Vertrauen und die wilde gemeinsame Reise!   

Daniela

P.S. Und Danke nochmal an den Kameramann, der damals bei Lucy & Vera ausgefallen ist 🙂

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text: Daniela Knapp
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Vertrauen
wagen

Vernet­zungs­plattform für die junge Filmszene

Am 14. November 2025 startet das Festival of Future Storytellers. Viele berühmte Regisseur*innen zeigten hier, damals noch Festival der Filmhochschulen genannt, ihre ersten Filme. Der Blick in die Zukunft war also immer schon gegeben. Nun haben die künstlerischen Leiter*innen Christoph Gröner und Julia Weigl das Thema Zukunft neu aufgegriffen. Ein Gespräch kurz vor dem Start.
Interview von Olga Havenetidis
9 Minuten Lesezeit
Amos. Vogel Mexico 2024, Director: Iñaki S. G. Miranda Fiction, 22 Min.

Herr Gröner, Frau Weigl, morgen startet das Festival of Future Storytellers. Wie geht es Ihnen?

 

JULIA WEIGL
Wir können nicht erwarten, endlich loszulegen. Und freuen uns wahnsinnig auf die vielen Begegnungen und unsere Gäste!

CHRISTOPH GRÖNER
Und natürlich sind wir total gespannt, wie die ganzen Neuerungen und Veränderungen bei unseren Gästen, der Branche und unserem Publikum ankommen. Da sind wir immer etwas gespannt, aber vor allem ready to go!

(c) Joel Heyd

Christoph Gröner und Julia Weigl

Ihr Festival-Büro ist umgezogen, von der Sonnenstraße an den Pineapple Park. Wie hat sich das auf die Arbeit und das Team ausgewirkt?

 

CHRISTOPH GRÖNER
Zwar gehören Umzüge zum Kerngeschäft eines Festivals, wenn wir an unsere vielen Umzüge in und aus den unterschiedlichen Festivalzentren denken. So ein richtiges neues Büro für das gesamte Team ist allerdings schon eine andere Aufgabe. Zumal wir das erste Mal seit Ende der Neunziger ein neues Zuhause beziehen. Tapetenwechsel für den Teamspirit! Das tut uns allen gut, es fühlt sich jetzt mit dem Beginn der nächsten fünf Jahre als Leitungsduo an wie ein Neubeginn.

JULIA WEIGL
Mit dem Pineapple Park sind wir an einen wunderbaren kreativen Ort gezogen, den Michi Kern und sein Team, allesamt Zwischennutzungsprofis, in München gefunden haben. Mit Blick auf Alpen und Olympiapark wollen wir in dem alten Bürogebäude der deutschen Post kreative Werkstattatmosphäre mit guten Arbeitsbedingungen kombinieren. Denn nun ist das komplette Filmfest- und FOFS-Team gemeinsam auf einem Stockwerk in einem Gebäude. Da sprudeln die Ideen und Inspirationen nur so. Das haben wir in der Vorbereitung des Festivals gemerkt, und jeden Tag findet man im Büro an jeder Ecke ein neues schön gestaltetes Detail.

(c) Festival of Future Storytellers

Nine Days in August, Germany 2024, Director: Ella Knorz, Fiction, 17 min.

Weitere fünf Jahre gemeinsam als Leitungsduo: Was das für das Filmfest München bedeutet, haben Sie ja in verschiedenen Interviews, auch in der Film News Bayern, erläutert, und wir konnten es in der Edition 2025 erleben. Wie wirkt sich Ihr neuer Rückenwind nun auf das Festival of Future Storytellers aus, das ebenfalls von Ihnen als Festivaldirektor und Künstlerischer Leiterin gestaltet wird?

 

CHRISTOPH GRÖNER
Wir gehen alle Projekte mit dem gleichen Gedanken an: Was braucht ein Festivalkonzept für heute und morgen. Wir wollen nicht stehenbleiben, sondern im Einklang mit dem Team die Festivals immer weiterentwickeln, um unser Publikum zu erreichen, stetig zu erweitern – und immer wieder mit Kino zu begeistern.

JULIA WEIGL
…und natürlich steht auch das FOFS ganz im Zeichen von Kooperationen. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Institutionen zusammen, um audiovisuelles Erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven zu erörtern. So greifen wir gemeinsam mit dem CreatifCenter der HFF München das Thema Games auf, mit dem FFF Bayern, dem Festival der Zukunft und dem XR Hub Bavaria die Welt von XR und VR, mit dem KI-Lehrstuhl der HFF München und der Kunsthalle München das Thema Künstliche Intelligenz und Zukunft. In unseren Talk und Lab Formaten erweitern wir also den klassischen Kurzfilm um weitere Formen des audiovisuellen Erzählens.

(c) Festival of Future Storytellers

Skin on Skin, Germany 2025, Director: Simon Schneckenburger, Fiction, 30 min.

Seit einem Jahr hat das legendäre Münchner Festival der Filmhochschulen, das bis zuletzt Filmschoolfest hieß, einen neuen Namen. Wieso?

 

JULIA WEIGL
Wir hatten die Neuausrichtung des Festivals bereits in den letzten beiden Jahren mit neuen Ideen und Initiativen vorbereitet – und jetzt sind wir stolz, dass wir so richtig loslegen können mit dem neuen Namen und dem neuen Branding. Filmhochschulen und Ausbildungsprozesse haben sich in den letzten Jahren stark verändert, ebenso die technischen und innovativen Möglichkeiten audiovisuellen Erzählens. All das wollen wir bei unserer wichtigen Plattform für den Filmnachwuchs nicht außenvorlassen, sondern mit in den Kern des Festivals rücken.

CHRISTOPH GRÖNER
Mit der Neupositionierung als FOFS – Festival of Future Storytellers, als Festival der Inspiration und der jungen Filmkreativen ist ja genau diese Hoffnung verbunden: Die Öffnung des Festivals zu anderen Orten wie dem Theatiner Kino und über den studentischen Film hinaus soll weitere Cinephile anlocken, die einfach junge Kreativität erleben wollen. Auch ohne konkrete Erwartung an die Form werden sie sicher mit vielen positiven Überraschungen belohnt. Deshalb stellen wir auch im Vergleich zum Einzelticket besonders günstige Festivalpässe in den Vordergrund – wir wollen, dass die Menschen nicht zu einem Screening gehen, sondern so oft wie möglich eintauchen in die Festivalerfahrung. 

Im letzten Jahr gab es einen sensationellen internationalen Workshop namens Hack the Future Lab mit Karen Palmer. Wie gehen Sie das Thema Zukunft dieses Mal an?

 

JULIA WEIGL
Wir hätten uns kein besseres erstes großes Lab-Format vorstellen können als das Hack the Future Lab mit Karen Palmer, die sich ja selbst Storyteller from the Future nennt. Die Eindrücke und Ergebnisse haben uns dazu motiviert, dem Thema Zukunftsideen und Technologie beim FOFS einen immerwährenden Raum zu geben.

CHRISTOPH GRÖNER
Wie bereits gesagt, kooperieren wir in diesem Jahr gleich mit mehreren Institutionen und Initiativen zu unterschiedlichen Zukunftsthemen: Mit dem Festival der Zukunft und dem KI-Lehrstuhl der HFF München. Mit letzterem bieten wir eine MasterClass mit dem wegweisenden Multimedia-Künstler Miguel Chevalier, der gerade eine große Einzelausstellung an der Kunsthalle München hat. Mit dem Festival der Zukunft, dem XR Hub Bavaria und dem FFF Bayern sprechen wir über die Themen von Extended Realities und schaffen ein neues Meet & Mingle für die junge Branche im Alten Simpl.

JULIA WEIGL
Und dann ist da noch Nelly Ben Hayoun-Stéphanian, eine wilde Filmemacherin und Künstlerin mit NASA-Vergangenheit und einem unglaublichen Zukunftsbewusstsein. Die schließt eigentlich direkt an Karen Palmer an mit ihren Visionen, die nie nur dys- oder utopisch sind.

(c) Festival of Future Storytellers

Soforem, Spain 2024, Director: Alejandro Ferpero Fiction, 14 Min.

Welche Länder haben 2025 besonders viele Projekte eingereicht?

 

CHRISTOPH GRÖNER
Wir haben aus sehr vielen Ländern Einreichungen bekommen, und wie immer entscheidet eine Vorauswahljury über die Struktur des Programms, in der diesmal tolle Expertise aus den USA, der Dominikanischen Republik und Ghana zusammenkam. Dazu kommt ja der DACH-Wettbewerb mit unseren jungen Kurator*innen. Im ganzen Programm ist also der junge Blick der Filmschaffenden noch einmal durch das Prisma junger Kuration gefiltert. Die Setzungen sind spannend – natürlich politisch, mitunter widerständig und aktivistisch. Wie jedes Jahr beschäftigen sich auch in dieser Edition die jungen Kreativen mit den Herausforderungen, aber auch Chancen, die unsere Welten und ihre Realitäten ihnen bieten. Das ist aufregend für uns und hoffentlich für unser Publikum.

JULIA WEIGL
Was uns auch sehr freut, wir konnten in diesem Jahr erstmalig eine Kooperation mit dem Locarno Film Festival eingehen. Wir präsentieren das Kurzfilmprogramm ihres Open Doors Programms, das Locarno Pro seit 2003 veranstaltet. Von 2025 bis 2028 wird dort der Fokus auf den afrikanischen Kontinent gelegt, und diesen Stimmen wollen wir bei unserem Festival auch einen Raum geben.

(c) Festival of Future Storytellers

Do Something, Germany 2024, Director: Sofija Zivkovic, Animation, 12 min.

Welche Filmhochschulen sind in diesem Jahr mit vielen und qualitativ herausragenden Beiträgen vertreten?

 

JULIA WEIGL
Für uns geht es nicht darum, eine oder wenige Filmhochschulen explizit hervorzuheben. Es geht vielmehr darum, die Kreativität der vielen unterschiedlichen Filmhochschulen auf der ganzen Welt ins Zentrum zu rücken und den Dialog der vielen Studierenden durch ihre wunderbaren Filme. Höchstspannend ist es, dass im diesjährigen Programm gleich sieben Filme aus Lateinamerika vertreten sind, vier darunter aus Kuba. Auch unser DACH-Wettbewerb hat sich toll entwickelt, mit vier Filmen aus der Schweiz, zwei aus Österreich und 19 Filmen aus Deutschland. Im gesamten Programm sind vier deutsche Koproduktionen und sechs Beiträge von der HFF München dabei.

Sind inhaltliche oder erzählerische Schwerpunkte zu erkennen?

 

JULIA WEIGL
Das ist eine schöne Frage. Inhaltliche Schwerpunkte lassen sich jedes Jahr ablesen: Natürlich spielen Coming-of-Age-Stoffe eine große Rolle, die gesellschaftspolitische Stimmung in der Welt, Klima- und Naturthemen. Alles in allem das, was uns Menschen ausmacht und gerade beschäftigt. Dahingehend bleibt das Festival of Future Storytellers ein Barometer und Spiegel der Gesellschaft. Was wir aber verändert haben, ist unsere Programmstruktur.

CHRISTOPH GRÖNER
Genau! Während wir die ersten Vorstellungen der Wettbewerbsreihen wie gehabt, in bunt gemischten Kurzfilmprogrammen abbilden, werden die Wiederholungsscreenings nun in sogenannten “Remixes” präsentiert.

JULIA WEIGL
Diese Remixes können Themen abbilden, wie etwa Romance, queere oder feministische Positionen. Unser Team hat sich dafür eindrückliche Querverweise überlegt…


CHRISTOPH GRÖNER
Die Programme sind nämlich nach Songtiteln benannt. Das Genreprogramm heißt “Bad Moon Rising”, das Coming-of-Age-Programm “Teenage Dirtbag”, das queere Programm “I’ve Got You Under My Skin”. Dieser spielerische Ansatz gefällt uns sehr und spricht hoffentlich weitere und neue Zielgruppen an. Denn am Ende sind wir eine Vernetzungsplattform für die junge Filmszene, aber auch ein Festival für das Münchner Publikum. Und das Musikalisch-Spielerische unterstützen wir, in dem wir mit “Munich Music Video” auch Video-Clips von Münchner Bands inklusive eines anschließenden Konzerts in der HFF München präsentieren.

(c) Festival of Future Storytellers

Far Away, Cuba 2025, Director: Féguenson Hermogène, Documentary, 21 Min.

Hochschulen allgemein sind heute noch stärker als in der Vergangenheit Orte der politischen Auseinandersetzung geworden. Wie greifen Sie das im Rahmenprogramm und in der Kommunikation auf?

 

CHRISTOPH GRÖNER
Wir nennen unser FOFS ein Festival der Inspiration – und das meint ganz schlicht: Brücken bauen. Wir werden in unserer Arbeit immer das Gemeinsame betonen, die conditio humana, die Fähigkeit, auch bei unterschiedlichen Haltungen, einander zu hören und in den Austausch zu gehen. Das ist natürlich in den aufgeladenen, komplexen Zeiten, in denen wir heute leben, nicht immer leicht.

JULIA WEIGL
Hochschulen bleiben ein Ort für kreativen Austausch, auch heute. Da geht es natürlich vorrangig vor allem um kreative Freiheit und Meinungsfreiheit. In Zeiten von Politisierung und Zuspitzungen, Social Media und verschwimmenden Grenzen von Öffentlichkeit und Privatem spitzen sich die Diskussionen auch an diesen Orten zu. Wir wollen aber nicht vergessen, dass Bildungseinrichtungen, ob Universitäten oder Kunsthochschulen per se eine Einladung zum kritischen Denken und Hinterfragen sind, also ein offener Raum, sich intellektuellen und kreativen Auseinandersetzungen zu widmen. Das gilt es auch im Hier und Jetzt zu schützen, aber immer im Blick auf ein zugewandtes Miteinander. Dazu wollen wir unser Publikum einladen, diese Haltung verkörpern wir. 

(c) Festival of Future Storytellers

Night of Passage, Austria 2024, Director: Reza Rasouli, Fiction, 20 min.

Und zum Schluss: Was wünschen Sie sich künftig für das Festival of Future Storytellers?

 

JULIA WEIGL
Uns ist es wichtig, die Ursprünge und Bedeutung des Festivals in die Zukunft zu tragen. Wir wollen weiterhin eine zentrale nationale und internationale Plattform für den Filmnachwuchs bleiben.

CHRISTOPH GRÖNER
Bei uns soll das Münchner Publikum und die Branche die Talente von morgen ganz früh entdecken. Wir wünschen uns deshalb volle Kinos und tolle Inspirationen, wie das Kino der Zukunft aussehen kann. Und grundsätzlich wünschen wir uns eine optimistische Stimmung, wie wir diese Zukunft gemeinsam gestalten können.

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text: Olga Havenetidis
Redaktion: Olga Havenetidis

Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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FFF bei
den Hofer
Filmtagen

Raum
für
Neues

Das Münchner Start-Up Atopia macht Kunst mit einer preisgekrönten FFF-geförderten XR Anwendung virtuell und interaktiv erlebbar. Dazu gehören auch Werke aus einem der weltweit führenden Museen.
Text von Jürgen Moises
6 Minuten Lesezeit
(c) Atopia

Wer heute Kunst sehen will, muss in München nur ins nächste Museum gehen. Ein Luxus. Nur unter Corona war genau das nicht mehr möglich. In der Folge wurden die Menschen in die virtuelle Welt geschickt. Ins „Second Life“. Zu Google Arts & Culture. Oder in die Online-Viewing-Rooms, die für die Art Basel entwickelt wurden. Da gab es dann Kunst. Aber das oft nur als Fotos und meist noch verpixelt. „Die Qualität war meistens schlecht“. So hatte es auch Annabell Vacano damals empfunden. Die junge Münchnerin und ausgebildete Geigerin hatte da noch BWL an der LMU studiert. Und Atopia lag da noch ein Stück weit in der Ferne. Im Jahr 2023. Da hat sie ihr Virtual-Reality-Startup zusammen mit Valentin Diehl gegründet. Ihre Idee: Kunst auf eine Art in virtuelle Welten zu überführen, dass sie dort zum Erlebnis, zu einem echten Mehrwert wird.

(c) Atopia

Oceania 

Spricht man Annabell Vacano auf Corona an, dann sieht sie die Pandemiezeit tatsächlich als wichtigen Markstein. Als einen „Umbruch in der Kulturindustrie“, wie sie am Telefon erzählt. Weil dadurch „viele Museen einfach angefangen“ hätten, mit Virtual Reality zu experimentieren. Aber der konkrete Anstoß für Atopia, verrät sie, war ein anderer. Und zwar die Veröffentlichung des VR-Headsets Meta Quest 2 (früher Oculus Quest 2), das das private Abtauchen in virtuelle Welten erschwinglich gemacht hat. Für Atopia braucht man so ein Headset. Aber auch mit einem PC oder Notebook kommt man über die Website atopia.space hinein. Was aber nicht so eindringlich gerät. Weil die Immersion, das wirkliche Raumempfinden fehlt.

(c) Cindy Ngo

Annabell Vacano

Was man in Atopia sieht oder dort findet? Wenn es nach Vacano geht irgendwann mal „alle Museen, Galerien, historischen Stätten und Bühnen der Welt“. Und aktuell? Zum Beispiel die Ausstellung „Pastel Dreams“ der Münchner Galerie Rüdiger Schöttle, Werke aus der Wiener Gallery Lohaus Sominsky oder aus dem Aargauer Kunsthaus in der Schweiz. Man betritt dafür verschiedene virtuelle Räume, die etwa im Falle der Galerie Schöttle weitgehend reale Räume simulieren. Im Falle von „Fusion“ kann man sich Werke von Fee Gunkel in einer „Sphäre“, einem fiktiven Kuppelsaal ansehen. Und bei „Afterworld“ hängen Meisterwerke von Courbet oder van Gogh an weißen Wänden in der Wüste.

Betreten lassen sich diese Räume allesamt umsonst. Weil die Galerien und Museen das Ganze erst mal „als Marketing nutzen“, wie Vacano meint. Oder um damit auf neue Art ein neues Publikum zu erreichen. Und das können ganz unterschiedliche Virtual- oder Extended-Reality-Formate sein. „Manche Museen denken aber auch nach, das irgendwann zu monetarisieren.“ Aber zunächst müssen sie dafür selber in die Tasche greifen. Aber das nicht übermäßig tief. „Eine Premiumausstellung gibt es bei uns ab 150 Euro im Monat“, erzählt Vacano. Was sie dafür bekommen, ist im Grunde eine komplette virtuelle „Infrastruktur“. Und das ist das eine, was Atopia, für das Vacano und ihr Team 2023 vom FFF Bayern eine XR Produktionsförderung in Höhe von 80.000 Euro erhalten haben, für Museen und Galerien interessant macht.

„Das Herzstück von Atopia ist unsere No-Code-Software“, so Vacano. „Die funktioniert folgendermaßen: Für ein Museum bauen wir eine virtuelle Umgebung, das kann ein digitaler Zwilling sein. Wir haben zum Beispiel für das Aargauer Kunsthaus deren Architekturdaten genommen, wir können das aber auch von Bildern und Grundrissen her entwickeln.“ Und dann? „Sie loggen sich ein, wählen sich diese Umgebung aus oder nehmen eines von unseren Templates. Sie laden ihre Kollektion hoch, sowohl 2D als auch 3D, und können diese dann intuitiv im Raum platzieren, können Informationen hinzufügen, Informationsbilder, Pop-ups, auch alle möglichen Interaktions-Features. Und sie können das ohne Softwarekenntnis und in einem Klick sowohl für VR-Brillen als auch in Webbrowsern veröffentlichen.“

Sogar KI-Kuratoren lassen sich auf Wunsch dazu wählen. Die einem dann die Kunst näher erklären. Und dieses Gesamtpaket hat nicht nur den FFF Bayern überzeugt. Sondern auch zwei Venture Capital Fonds aus Finnland und London, die auf XR- und Spatial-Computing-Firmen spezialisiert sind,  die Firma Heartfeld Capital aus Berlin und mehrere Privatinvestoren. Auch die Stadt München war von Atopia so überzeugt, dass sie Vacano und ihrem sechsköpfigen, weitgehend aus der Games-Branche stammenden Team (Mitgründer Valentin Diehl ist inzwischen ausgeschieden) im Juli den mit 10.000 Euro dotierten „Innovationspreis 2025“ verliehen hat. Vorausgegangen war dem die Challenge „Public Art Digital Experience“, wo es darum ging, „temporäre Kunst im öffentlichen Raum nachhaltig und digital erlebbar zu machen“.

(c) Michael Nagy/Presseamt München

Für Atopia gab es den Innovationspreis der Stadt München. Annabell Vacano mit Kulturrefent Marek Wiechers und dem 2. Bürgermeister Dominik Krause

Die Grundlage dafür ist ein bereits bestehendes 3D-Modell der Stadt München. „Wir bauen das zu einer digitalen Kunstplattform um und schaffen daraus eine digitale Ausstellungsfläche, auf der dann Kunstinteressierte aus München, aber auch aus anderen Orten diese Public-Art-Experiences erleben können.“ Für Vacano ein tolles Projekt. Aber zugleich auch eines, das Aufmerksamkeit schafft. „Wir haben dadurch tatsächlich ein paar Kunden bekommen.“ Für mehr Aufmerksamkeit dürfte aber ein anderes, frisch abgeschlossenes Projekt sorgen.

(c) Atopia

Dendur Act

„Wir haben mit einem der größten Museen der Welt über die letzten Monate zwei ganz tolle Ausstellungen gebaut“, erzählt Vacano. Gemeint sind damit die immersiven Erlebnisse Dendur Decoded und Oceania für das Metropolitan Museum in New York. „Das sind Formate, die sind zum ersten Mal virtuell so möglich. Unter anderem stellen sie ihre ozeanische Sammlung in einem ozeanischen Garten dar.“ Wie es dazu kam? „Ich habe die tatsächlich auf LinkedIn angeschrieben. Und das Schöne war: Die haben gerade genau so etwas gesucht und hatten das Gefühl, dass alle bestehenden Plattformen wie Spatial oder Roblox nicht geeignet sind, um Kunst so darzustellen, wie es Kuratoren gerne machen.“ Mit Atopia ging das. Auch weil das Museum sich als „aktiver Entwicklungspartner“ beteiligt hat. So hat sich das Ganze für beide Seiten als Glücksfall entpuppt. Und als weiterer Markstein in der jungen Atopia-Geschichte.

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text: Jürgen Moises
Redaktion: Olga Havenetidis

Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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„Kino ist einfach wunder­bar“

Der
Wirklich­keit
einen Schubs
geben

Beliebte Fernsehformate können auch im Kino erfolgreich sein. Das haben die beiden Checker Tobi-Kinofilme 2018 und 2023 bewiesen. Der zweite Teil erreichte rund 1,3 Mio. Kinobesucher*innen. Nun startet im Januar Checker Tobi – Die heimliche Herrscherin der Erde, wieder im Verleih der Regensburger MFA+Film Distribution. Und für das nachfolgende Projekte Checkerin Marina hat megaherz ein FFF Gender Incentive eingelöst.
Text von Anna Steinbauer
8 Minuten Lesezeit
(c) megaherz gmbh
D

Die legendäre Baobab-Baum-Allee, bunte Chamäleons und der einzigartige Kalksteinspitzenwald: In diese überwältigende Bilderwelt Madagaskars taucht man gleich zu Beginn des dritten Checker Tobi-Films ein, der am 8. Januar 2026 in die Kinos kommt. Zwar hätte der Dreh auf dem Inselstaat vor der afrikanischen Südostküste sein Team vor so manche Herausforderung gestellt, erzählt Oliver Gernstl, Geschäftsführer der Münchner megaherz Film- und Fernsehproduktion. Oft mussten sie große Distanzen überwinden, um zum nächsten Drehort des politisch instabilen Landes zu kommen. Doch gelohnt hätte es sich auf jeden Fall allein wegen der faszinierenden Natur und den tollen Begegnungen, die das dokumentarisch arbeitende Team unterwegs machte. An Drehorten wie diesen habe sich bewährt, dass das Team klein ist und sich gut kennt: Die Besetzung von maximal acht Leuten ist seit dem ersten Checker Tobi-Film fast unverändert.

(c) megaherz gmbh

Bei Nachfahren der alten Maya in Mexiko

Die heimliche Herrscherin der Erde heißt der dritte Teil, bei dem Antonia Simm die Regie übernahm. Das Projekt begann dramatisch, da Johannes Honsell, der beim zweiten Checker-Film Regie geführt hatte und auch für den dritten Teil vorgesehen war, im Herbst 2023 plötzlich verstarb. Simm, die zum festen megaherz-Team gehört, übernahm und stellte das Projekt innerhalb weniger Monate auf die Beine. Wie in den beiden Vorgängerfilmen gibt es auch diesmal eine fiktionale Rahmenhandlung, die Tobi Krell auf eine Reise schickt. Dieses Mal ist es ein zeitreisendes Kind – Tobis Kindheits-Ich. Es stellt seinem älteren Alter-Ego die berechtigte Frage, ob er denn überhaupt noch ein richtiger Checker oder schon ein langweiliger Erwachsener sei. Denn leider kann sich Tobi nicht mehr an seine allererste Checker-Frage erinnern. Und diese Tatsache ärgert ihn so sehr, dass er sich in guter alter Abenteurer-Manier (mit witziger Indiana Jones-Aufbruchsequenz als Schmankerl für das erwachsene Publikum) auf den Weg macht. Von Madagaskar, wo die Brandrodungen ihre Spuren hinterlassen ins Erdinnere zum Samentresor nach Spitzbergen bis hin zu den Maya-Pyramiden nach Mexiko beschäftigt Tobi die Frage, wer die mächtigsten Spuren im Erdreich hinterlässt.

Dabei lernen die Zuschauer*innen die Biologin Hanitra kennen, die Tobi die Giraffenhalskäfer zeigt, den Geologen Malte, der erklärt, welche gesellschaftlichen Auswirkungen der Klimawandel eigentlich so hat. Und den Archäologen Nico, der sympathisch vermittelt, dass so ein Forscher*innen­dasein zum großen Teil auch darin besteht, geduldig Schicht für Schicht abzutragen und weiterzumachen, bis mal ein großer Fund auftaucht. Dass in den Filmen immer echte Expert*innen vorkommen, die sich in ihrem Gebiet wirklich auskennen, ist Gernstl und seinen Kolleg*innen bei megaherz äußert wichtig. „Der DNA unserer Sendung und auch der Filme wohnt schon immer noch ein sehr starker journalistischer Anspruch inne.“ Lieber zeigen als sagen, sei die Devise, so der Produzent: „Wir versuchen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger um die Ecke zu kommen und zu erklären, hier ist jetzt unsere Botschaft. Sondern im Idealfall zeigen wir echte Situationen mit echten Menschen, die tatsächlich vor Ort sind.“ Obwohl das Dokumentarische überwiegt, sind die Checker-Filme im Gegensatz zu den einzelnen Checks eine Mischform mit fiktiven Elementen. Oder wie der megaherz-Geschäftsführer es formuliert: „Es sind Dokumentarfilme, in denen die Wirklichkeit einen kleinen Schubser kriegt, damit sie gut fürs Kino funktioniert.“

Natürlich trägt Tobi Krell, der selbst Reporter ist, einen entscheidenden Anteil am Erfolg. Seit zwölf Jahren gibt es die Checker-Tobi-Sendung schon. Den Wunsch, aus diesem Format irgendwann einen Kinofilm zu machen, hätten sie schon lange gehabt, sagt Gernstl. Die megaherz, die ihre Expertise im Bereich Kinderfernsehen mit Dingsda und Zapp! Zarapp! seit den Achtzigerjahren kontinuierlich ausbaut, produzierte Anfang der 2000er die Sendung Willi wills wissen und 2009 auch den FFF-geförderten Kinofilm Willi und die Wunder dieser Welt. Der lief überraschenderweise so gut, dass die Produktionsfirma annahm, dass das Checker-Format auf der großen Leinwand beim jungen Publikum ebenso gut ankommen könnte. Als der sympathische Reporter Krell sattelfest und die Marke etabliert war, wagte die megaherz 2019 den ersten Checker-Film. „Und wenn man einen erfolgreichen Kinofilm mit einer langlaufenden Reihe hat, die weiterhin auf Sendung ist und alle irgendwie Spaß an dem Film hatten, lag natürlich die Überlegung nahe zu sagen, wir machen weiter“, so Gernstl. 

(c) megaherz gmbh

Mit Hanitra Rakotonirina und Chamäleon

Zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk als Koproduktionspartner wissen Gernstl und sein Team mittlerweile recht gut, was Kinder gerne anschauen und wie man auch die Erwachsenen unterhält, ohne dabei zu langweilen oder allzu moralisch zu werden. Und wer könnte das besser beurteilen als einer, der mit sieben Jahren selbst für die Produktionsfirma als Dingsda-Kind im Einsatz war, um in Fritz Egners Show Begriffe wie „Wetterfrosch“ zu erklären. Das Wichtigste sei vor allem, die Kinder ernst zu nehmen und schwierige Themen nicht zu scheuen, sagt der megaherz-Geschäftsführer: „Man kann es Kindern durchaus zutrauen, über Klimawandel, Flüchtlingskrise oder Bitcoin zu sprechen, wenn man es so erzählt, dass sie es dann auch verarbeiten können.“ Natürlich ist bei einem Kinofilm mit 90 Minuten die Dramaturgie entscheidend. Auch wenn die Aufmerksamkeitsspanne erwiesenermaßen bei etwa drei Minuten liege, müsste trotzdem nicht ständig ein Gag nach dem anderen kommen, so Gernstl: „Wir haben nicht zuletzt mit den Filmen bewiesen, dass das nicht sein muss. Und dann fängt es auch an, den Eltern Spaß zu machen.“

Ob das Checker-Format vielleicht auch irgendwann mal langweilig werde? Seiner Meinung nach könne es immer so weitergehen, sagt Gernstl. „Wenn man sich die alten Folgen anschaut, dann merkt man, dass das Format gepflegt und weiterentwickelt wird, weil es inzwischen anders aussieht und anders erzählt wird. Wir versuchen, modern zu bleiben.“ Das müssen die Sendungsmacher*innen auch, schließlich haben sie nicht eine Zielgruppe, die sich einmal für die Reihe entscheidet und dann ein Leben lang Checker Tobi schaut, sondern nach ein paar Jahren aus dem Format rauswächst und neue Sehgewohnheiten entwickelt. Genau das beschreibt Gernstl als Herausforderung: „Mit Kindern als Fans müssen wir unsere Zielgruppe immer wieder neu für uns gewinnen. Andererseits haben wir es natürlich auch ein bisschen einfacher dadurch, weil bis wir denen langweilig werden, sind sie schon nicht mehr unsere Zielgruppe.“

Die Checker Tobi-Fangemeinde erstreckt sich in etwa von den sechs- bis zu den 12-Jährigen. Aber Tobi würde natürlich schon hin und wieder auch noch von 16-Jährigen auf der Straße erkannt und angesprochen, erzählt Gernstl. Die fänden das dann schon auch noch cool, ihr Idol aus der Kindheit live zu sehen. Genau deshalb ist der Produzent der Meinung, dass es noch länger so weitergehen kann mit der Reihe, wenn sie alle sich weiterhin bemühen, die Sendung frisch zu halten. Eine dieser Erneuerungsmaßnahmen heißt Checkerin Marina. Seit Oktober 2023 ist die Moderatorin mit an Bord und sorgt auch für die weibliche Repräsentation im Kinderwissens-Kosmos. Sie ist anders als Tobi Krell gelernte Schauspielerin und eignet sich nach und nach auf ihre Art das Format an. Das interessante sei, dass man an den Einschaltquoten der Einzelfolgen keinen Unterschied in der Beliebtheit zwischen Tobi und Marina feststellen könne, so Gernstl. Auf dem YouTube-Kanal hätte Tobi in Summe schon noch mehr Klickzahlen, das liege aber natürlich daran, dass er 200 Sendungen Vorsprung hat.

Weil es mit Checkerin Marina so gut läuft, ist sein Team bei megaherz und Bayerischen Rundfunk schon mitten in den Überlegungen für einen Kinofilm mit der quirligen Moderatorin. Nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera werden die Schlüsselpositionen beim Film zunehmend von Frauen ausgeführt. Beim dritten Checker Tobi-Film waren bereits Regie, Drehbuch und Produktion weiblich besetzt, was der megaherz Filmproduktion einen Gender Incentive für das Folgeprojekt mit Checkerin Marina einbrachte. Das neue Förderinstrument des FFF Bayern soll für mehr Gleichberechtigung in der Filmbranche sorgen. Auch wenn Gernstl noch keine Details verraten möchte, erzählt er von der groben Idee für den geplanten Kinofilm mit Checkerin Marina: „Nachdem wir jetzt die letzten drei Filme über Wasser, Luft und Erde gemacht haben, kann man sich denken, dass es im vierten ums Feuer gehen wird.“ Checker Tobi wird im Film auch vorkommen und es wird mystisch und sagenhaft zugehen. Sarah Müller, die schon seit über 12 Jahren zum megaherz-Team gehört, wird die Regie übernehmen.

Die wichtigste Lektion des dritten Checker-Films hat das megaherz-Team auf jeden Fall verinnerlicht: Am Ende kommt es drauf an, die richtigen Fragen zu stellen und was man auf dem Weg lernt.

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text: Anna Steinbauer
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Gemütlich die Welt retten

„KI hat viele
Gesich­ter“

Seit 2017 werden in Laupheim herausragende Produktions­persönlichkeiten mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis geehrt. Alle acht bisherigen Preisträger*innen sind mit München verbunden, so auch die aktuelle: Gabriele M. Walther, die an der HFF München studiert hat und vor bald 40 Jahre die Caligari Film gründete. Ein Gespräch über KI, Selbständigkeit und Mut.
Interview von Georg Seitz
4 Minuten Lesezeit

Der Hase Felix gehört zu ihrer großen Familie, Prinzessin Lillifee, der Mondbär, Drache Kokosnuss und Ritter Rost ebenfalls. Die Münchner Produzentin Gabriele M. Walther ist mit ihrer Caligari Film eine der ersten Adressen, wenn es um Animation geht. Walther steht als Produzentin auch hinter dem TV-Dauerbrenner Hausmeister Krause – Ordnung muss sein mit Tom Gerhardt und als Koproduzentin dem Endzeit-Epos Hell, dem ersten Kinofilm von Regisseur Tim Fehlbaum (September 5). Nun wurde Gabriele M. Walther mit dem von der Produktionsallianz und der Stadt Laupheim verliehenen Carl Laemmle Produzenten­preis geehrt, weil sie sich laut Jury „nicht nur durch ihre kreative Kraft, sondern auch durch außergewöhnliche unternehmerische Risikobereitschaft“ auszeichne.

Künstliche Intelligenz fegt durch die Branche, Animation gilt als erste Angriffsfläche. Haben Sie Angst vor der KI?

Nein. Aber das ist natürlich eine wirklich große, eine komplette Umstellung, die auf uns zukommt.

 

Arbeiten Sie schon mit KI?

In bestimmten Arbeitsschritten, ja. Du kannst KI noch nicht im großen Ganzen einsetzen, da ist zu viel Software, die koordiniert werden muss, das funktioniert noch nicht. Auf Dauer werden sich die Qualität steigern und die Kosten senken lassen.

 

Sie begrüßen die KI?

KI hat viele Gesichter. Fürs Arbeiten begrüße ich es total. Man muss natürlich darauf achten, dass man mit seinem Content und seinen Arbeitsschritten nicht Suchmaschinen konditioniert und die KI trainiert. Aber im Grunde genommen finde ich, es ist eine sehr spannende Bereicherung.

 

Dass erfolgreiche Inhalte gerne geklaut werden, das hat es in unterschiedlichen Formen schon immer gegeben.

 

Erleben wir nicht die gigantische Plünderung all dessen, was Kreative geschaffen haben?

Bei mir ist die Grenze, wenn Urheberrecht verletzt wird. Das geht nicht, da hat KI auch viele negative Seiten. Das Verteufeln von KI geht aber auch nicht. Ich verstehe die Sorgen, gerade auch, wenn es um Stimmen geht, aber wir können uns dieser Entwicklung nicht verschließen. Wir müssen lernen, verantwortungsbereit damit umzugehen. Dass erfolgreiche Inhalte gerne geklaut werden, das hat es in unterschiedlichen Formen schon immer gegeben. Aber es bringt mir gar nichts zu sagen, jetzt kommt die KI, jetzt mache ich keine Filme mehr.

 

Gab es je den Punkt, dass Sie kurz davor waren, alles hinzuschmeißen?

Natürlich gibt es Krisen. Du hast eine Firma ja in guten wie in schlechten Zeiten. Es gibt immer wieder Schräglagen. Aus denen musst du dann auch wieder raus!

 

Sie haben an der HFF in München studiert. Mit dem Ziel, Produzentin zu werden?

Das Produktionsstudium gab es damals noch nicht. Ich habe Regie und Drehbuch studiert und habe mich direkt nach der HFF selbständig gemacht. Mit null Kohle. Das Startkapital für die GmbH habe ich mir geliehen. Meine erste Produktion war Das Arche Noah Prinzip von Roland Emmerich. Das größte Risiko am Anfang war, nicht liefern zu können. Das habe ich mir damals dann einfach zugetraut.

 

Sie sind noch immer selbständig und Ihre eigene Eigentümerin?

Ja, und ich möchte viel mehr Frauen motivieren, auch ihr eigenes Unternehmen zu starten. Du siehst immer Jungs, die sich zusammentun und Unternehmen starten. Du siehst weniger Frauen. Das ist im Verhältnis zu Männern eine sehr geringe Quote.

 

Dann muss man halt mal scheitern, andere scheitern auch.

 

Woran liegt das?

Da gibt es wahrscheinlich gute Analysen. Das ist vermutlich eine Frage des Selbstbewusstseins, das sind Ängste vor dem Scheitern. Dann muss man halt mal scheitern, andere scheitern auch. Den Produzenten, der nur Erfolge produziert, gibt es nicht.

 

Scheitern gehört zum Geschäft?

Scheitern gehört einfach dazu. Natürlich fragst Du Dich, was ist, wenn das passiert? Was ist, wenn jenes passiert? Dann musst Du dafür eben eine Lösung finden. Ich kann da immer nur Mut machen. Es geht mir darum, dass mehr Unternehmertum von Frauen aus den Filmhochschulen heraus gefördert wird.

 

Machen Frauen bessere Filme?

Es entstehen ganz andere Strukturen, wenn Frauen Unternehmerinnen werden. Und wenn Frauen mit Frauen arbeiten, da ist noch noch eine ganz andere Linie drin.

 

Und wenn man es besonders gut macht, gibt’s zur Anerkennung vielleicht den Carl Laemmle-Preis!

Es gibt viele Preise für Produzenten, gebunden an einzelne Produktionen. Wenn es um Würdigung für Dein gesamtes Schaffen geht, ist der Carl Laemmle-Preis einzigartig und etwas sehr Besonderes.

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text: Georg Seitz
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Daniela
und Julia

Mit VR-Brille
in die Zukunft
der Kinos

Beim Filmfestival in Venedig im August und September 2025 wurden „Extended Reality“-Produktionen vorgestellt, in denen bayerisches Fördergeld steckt.
Text von Susanne Hermanski,
Süddeutsche Zeitung
6 Minuten Lesezeit
W

Wo genau findet sich denn nun die Zukunft des Kinos auf dem 82. Filmfest in Venedig? Auf dem roten Teppich, oder eher doch auf der der gegenüberliegenden Seite der langgestreckten, aber sehr sehr schmalen Badeinsel, die der Lagunenstadt zum Meer hin vorgelagert ist? Wer dort auf ein kleines Pendelboot steigt, landet binnen einer Minute Überfahrt in vollkommen anderen Welten. Die winzig kleine Insel, die in Venedig „Lazaretto Vecchio“ genannt wird, ist das Zuhause von „Venice Immersive“. Früher befand sich in den Gebäuden das Auffanglager für Pest und Leprakranke. Heute stehen sie leer.

Eigentlich ist das die perfekte Kulisse für einen Horrorfilm à la Blair Witch Project. In diesem Fall aber sind sie der ideale, weil tageslichtarme Rahmen für 69 XR-Projekte aus 27 Ländern. Horror gibt es da auch zu sehen. Etwa in Form von vermeintlich lustigen Kackwurst-Avataren, der hot shit beim jugendlichen japanischen Publikum, das eher aus der Gamer-Szene als aus der altehrwürdigen Kinotradition des Sala Grande stammt.

(c) FFF Bayern Kurt Krieger

Teams der sechs FFF-geförderten Projekte (zwei Spielfilme, vier XR Experiences) im Line up von Venedig kamen zum FFF Press Lunch zusammen

Wer sich unterdessen fragt, was XR genau ist, der sei beruhigt: nicht zuletzt die vielen Varianten der immer neuen immersiven Techniken befeuern ein gewisses Begriffschaos: XR steht für „Extended Reality“ und ist ein Sammelbegriff für verschiedene Technologien, die reale und virtuelle Welten kombinieren. Dazu gehört auch die „Augmented Reality“ (AR), die eine reale Umgebung mit computergenerierten Bildern überlagert. Etwa den Parsifal auf der Bühne, im vergangenen Jahr bei den Bayreuther Festspielen. Wer dort eine der AR-Brillen ergattert hatte – sie reichten nicht für jeden im Publikum – der konnte Wagners Helden zusätzlich von Symbolen, Insekten und Bäumen umschwirrt sehen. Ebenso wird XR bei immersiven Ausstellungen angewendet, wie derzeit in München bei Die Legende der Titanic, dann ganz ohne Spezialbrille.

Sechs der knapp siebzig aktuell in Venedig zu sehenden Projekte kommen aus Bayern oder sind mithilfe des FilmFernsehFonds Bayern entstanden. Seit gut fünf Jahren hat der Freistaat für den Bereich ein eigenes Förderprogramm. Die Fördersumme lag 2024 bei 700 000 Euro. Das ist, gemessen an den 43 Millionen im Gesamtfördertopf, nicht eben viel. Trotzdem trägt das bayerische Engagement Früchte.

Die beiden FFF-geförderten Kinofilme, die in Venedig laufen, haben es nicht in den Wettbewerb geschafft (Strange River der bayerischen Firma Schuldenberg Films, wurde in die Reihe Orizzonti geladen, Cotton Queen, erster Langfilm einer sudanesischen Regisseurin, koproduziert von der Münchner Firma Strange Bird, läuft in der Settimana Internazionale della Critica). Sehr wohl aber drei der sechs bayerischen XR-„Experiences“ in die begehrte XR-Konkurrenz. Und ein weiteres Projekt war ins „Biennale College“ für Newcomer aufgenommen worden. Out of Nowhere von der österreichischen Regisseurin Kris Hofmann und ihrem Dachauer XR-Produzenten Richard Pusch von SpecStudio macht greifbar, was geschieht, wenn ein Fluss über die Ufer tritt. In der 10-minütigen Kreation ist es die Salzach, die die Stadt Hallein verwüstet. Der Betrachter steht dabei mit beiden Beinen scheinbar mitten im Wasser und kann mit einem Handstreich Bäume wachsen und Häuser untergehen lassen. Großes Kino ist das noch nicht, aber Naturkundemuseen sind heute schon Abnehmer für solche Arbeiten.

Regisseurin Singing Chen gewann den Hauptpreis des XR Wettbewerbs mit dem FFF-geförderten Projekt The Clouds Are Two Thousand Meters Up

Sehr konkret ist auch die geplante Anwendung von Eddie & I. Der FFF hat die Israelin Maya Shekel dafür gefördert. Bisher entwickelte sie virtuelle Schulungsprogramme für mentale Gesundheit. „Speziell für den Umgang mit Traumapatienten“, erzählt sie in Venedig. Ihre Figur Eddie wiederum ist taubstumm, und das Projekt soll Interessierte in Gebärdensprache unterrichten. Maya Shekel hat selbst eine taubstumme Schwester. Für Stars wie George Clooney oder Cate Blanchet wären andere XR-Projekte interessanter. Doch die sind nach wie vor rar, vieles hat immer noch den Charakter von Jahrmarkts-Attraktionen, bei denen die User staunen, was technisch machbar ist, während die Inhalte knapp über dem Wurst-Avatar oszillieren. Ausnahmen bestätigen auch diese Regel.

The Sad Story of The Little Mouse Who Wanted to Become Somebody ist eine französische Koproduktion. Sie erzählt von einer Maus, die sich als Künstlerin versteht und all ihrer Ideen von einem Mann namens Nikolaus beraubt wird, den es in der Realität gar nicht gibt. „Wer dabei an ChatGPT und andere Copyright-Räuber denkt, assoziiert für meinen Geschmack ganz richtig“, sagt „Creator“ Nicolas Bourniquel. The Clouds Are Two Thousand Meters Up ist eine hochpoetische Arbeit der bereits vielfach für ihre XR-Arbeiten ausgezeichneten Taiwanesin Singing Chen. Sie war zunächst eine erfolgreiche Kinoregisseurin wie viele, die eben mehr wollen, als Jahrmarkts-Attraktionen schaffen. In diesem Jahr stellt auch Edward Berger (Im Westen nichts Neues) im Rahmen von Venice Immersive ein neues Projekt vor: Submerged. Der in Wolfsburg aufgewachsene Oscar-Preisträger versucht sich dabei an einem kleinen Remake von Das Boot, die Technik passt. Wim Wenders dreht gerade seinen ersten XR-Film. Auch er wird dabei vom FFF gefördert.

Zumindest in Europa stoßen die fertigen Produkte aber weiterhin auf ein veritables Problem, das auch in Venedigs altem Lazaretto offenkundig ist: Es können immer nur sehr wenige Menschen und oft nur einer nach dem anderen XR-Filme sehen. Die dafür meist nötigen Brillen sind immer noch klobig. Wer eine optische Brille braucht, ist sowieso so gut wie raus. Und auch wenn gelegentlich zusätzliche Sensoren die Handgesten des Betrachters abtasten und deren Bewegungen in die virtuelle Welt spiegeln: mit einem sich frei bewegen auf einer Art „Holodeck“ hat das noch lange nichts gemein. Außerhalb Europas boomt das XR-Geschäft trotzdem. Und so begründet der FFF sein Engagement auch. „Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren“, sagt Max Permantier, Förderreferent für XR beim FilmFernsehFonds Bayern. „Internationale Produktionsfirmen dieser Technologien sollen sich auch in Bayern ansiedeln. Nur so wächst auch das Knowhow.“

Eine nächste Stufe könnte sich der Förderung von passenden Abspielstätten widmen. Herkömmliche Kinos kämpfen hierzulande ums Überleben. Immersive Ausstellungen aber boomen. Die Menschen scheinen also offen zu sein, für diese Welt der neuen Möglichkeiten. Das spektakulärste Unternehmen, das auf XR zielt, wurde in den USA vor gut einem Jahr eröffnet: die gigantische Hohlkugel „The Sphere“ in Las Vegas. In ihrem Inneren befindet sich eine 360-Grad-LED-Projektionsfläche. Dazu hat sie ein Fassungsvermögen von mehr als 20 000 Menschen. Kostenpunkt: 2,3 Milliarden Dollar, eine gigantische Investition, die davon zeugt, welche Profite man sich in diesem Segment künftig ausrechnet. Aber es geht auch kleiner: In Asien, etwa in Korea, Japan und China fassen die boomenden „Immersive Hubs“ 200 bis 300 Personen. Das ist eine Größenordnung, bei der ehemalige Kinosäle ins Spiel kommen. Es wäre nicht zum ersten Mal, dass ein solcher Digitalisierungsprozess mithilfe staatlicher Gelder vollzogen wird. Vor gut zehn Jahren wurden sämtliche Kinos in Bayern auf digitale Projektion umgestellt. Seither sind analoge Filmrollen Museumsstücke. In Venedig ist das nicht anders.

Vier FFF-geförderte XR-Projekte wurden in Venedig präsentiert, davon drei im internationalen Wettbewerb und eines im Biennale College: Little Mouse, The Clouds Are Twothousand Meters Up, Eddie & I und Out of Nowhere

(c) Moosh Studio, Reynard Films, Studio Geppetto

Eddie & I

(c) Atlas V, Reynard Films, Stacka

Little Mouse

(c) Taiwan Public Television Service Foundation, The Walkers Films, Reynard Films

The Clouds Are Twothousand Meters Up

(c) Hofmann Studio, Spec.Studio

Out of Nowhere

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text: Susanne Hermanski, Süddeutsche Zeitung
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Ganz
große
Oper

Gemüt­lich
die Welt
retten

Vom gemütlichen Lagerfeuer bricht eine Expedition niedlicher Papiertierchen auf, um die Welt zu retten: Das FFF-geförderte Game Paper Animal Adventures von Cuddling Raccoons Studio aus dem oberpfälzischen Amberg vereint Cozy Gaming mit Roguelikes, und sein aussichtsreicher Erstrelease spricht für das Konzept.
Text von Pascal Wagner
4 Minuten Lesezeit
E

Eine Gruppe niedlicher Tiere in Papieroptik reist durch eine bunte Pixelwelt, deren Grenzen sich Feld für Feld vor ihnen verschieben. Doch der friedliche Schein trügt, denn auf dem Weg durch die farbenfrohe Welt müssen die Tiere Feinde besiegen, die zwar ebenso charmant gezeichnet sind, sich aber durchaus zur Wehr setzen. Doch keine Sorge – scheitern die Tiere, wird zwar die Welt zurückgesetzt, die Truppe darf aber vom behaglichen Lagerfeuer erneut aufbrechen.

Dieses an besten als gemütliches Roguelike zu bezeichnende Konzept – eine Spielform, bei der wiederholte Versuche vorausgesetzt, manche Spielinhalte aber in die folgenden Durchgänge mitgenommen werden – beschreibt Paper Animal Adventure, das erste kommerzielle Spiel von Cuddly Racoons Studio aus Amberg. Hinter Cuddly Raccoons steht der Solo-Entwickler Nick Nespor. Mit Hilfe einer FFF-Förderung hat er Paper Animal Adventure zur Early-Access-Reife entwickelt und in einer ersten Version im August 2025 veröffentlicht.

Paper Animal Adventures freundlicher Stil lässt vermuten, dass Nespor auch in anderen Lebensbereichen eine Affinität zum Niedlichen hat. In der Tat ist der gelernte Grundschullehrer schon seit Kindergartenzeiten fasziniert von Spielen wie Paper Mario und Pokémon Mystery Dungeon, die neben ihren Rollenspiel-Elementen auch mit kindgerechter Grafik punkten, und die Nespor beide als Inspiration für sein Spiel anführt. Gepaart mit Ideen aus Klassikern des Roguelike-Genre wie The Binding of Isaac war die Idee für Paper Animal Adventure geboren, der Nespor seinen eigenen, individuellen Stempel aufdrückte. “Natürlich ist Paper Animal Adventure nicht nur die Neukombination aus Roguelike mit Nintendoklassikern, sondern bringt auch ein paar neue Ideen und Konzepte mit ein, wie z.B. das Kampfsystem, welches sowohl felderbasiert als auch in Echtzeit stattfindet. Generell habe ich bei der Entwicklung relativ viel spontan entschieden, nach dem simplen Konzept ‘Was könnte das Spiel jetzt noch spaßiger machen?’”

(c) Cuddling Racoons/Top Hat Studios

Seine Berufung als Grundschullehrer hat Nespor für die Spieleentwicklung nun erst einmal vertagt. “Als ich 2021 mein Studium abgeschlossen hatte, entschied ich mich bevor ich den Karriereweg als Lehrer einschlage, meinem Traum vom selbstständigen Spieleentwickeln eine ernsthafte Chance zu geben. Seitdem bin ich Vollzeit-Indie-Entwickler – und sehr dankbar dafür.” Möglich wäre das nicht ohne das positive Feedback der Community, denn seit Release der Early-Access-Version steht Paper Animal Adventure bei 98 Prozent positiven Eindrücken aus 120 User-Rezensionen auf Steam – Schon allein die Anzahl ist beachtlich, da es kleine Spiele auf der Shop-Plattform oft schwer haben, überhaupt wahrgenommen zu werden. Und obwohl Nespor bereits seit 2021 am Spiel entwickelt, war für seine konzentrierte Arbeit am Spiel auch eine Produktionsförderung des FFF entscheidend, die Paper Animal Adventure 2023 mit 58.994,27 Euro unterstützte. “Die Förderung des FFF Bayerns hat es mir ermöglicht, fast doppelt so viel Zeit in die Entwicklung zu stecken, wie es ohne möglich gewesen wäre,” so Nespor. “Das Spiel ist aktuell „nur“ im Early Access auf Steam verfügbar und umfasst rund 50% des geplanten Umfangs. Trotzdem schreiben viele Spieler in den Rezensionen, dass sie positiv von der Menge der Inhalte überrascht sind. Das freut mich sehr – denn ohne die Förderung wäre ein großer Teil davon gar nicht realisierbar gewesen.”

Obwohl sich Nespor sicher ist, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet, hängt seine Zukunft für ihn auch vom Erfolg des fertigen Spiels ab. Ich hätte definitiv noch einige Ideen und auch genügend Motivation diese zu verwirklichen, aber es muss mir schon auch möglich sein alles finanziell zu stemmen. Gerade in der heutigen Lage ist ja der Spielemarkt sehr umkämpft, ich glaube da haben es viele Spieleentwickler hart – trotz einem guten Produkt.” In genau diesem umkämpften Aufmerksamkeitsmarkt steht Paper Animal Adventure nicht allzu schlecht dar: 2022 war das Spiel Teil der Wholesome Direct, eines digitalen, sehr von Fans gemütlicher Spiele geachteten Showcases. Pünktlich zum Release wurde das Spiel außerdem in der Wholesome Games Celebration von Steam ausgestellt. Cuddling Raccoons hat damit also bereits eine der wohl wichtigsten Zielgruppen für sein Spiel auf sich aufmerksam gemacht. Einen besseren Start kann man einem Early-Access-Titel eigentlich gar nicht wünschen.

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text: Pascal Wagner
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Raum
für
Neues

Creative
Europe
Desk
München

Ab sofort können wieder Anträge auf Förderung im Rahmen des Creative Europe MEDIA Programms gestellt werden. Für die Unterstützung der europäischen audiovisuellen Branche stehen 2026 über 220 Mio. Euro zur Verfügung und bieten vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
11 Minuten Lesezeit

Neue Förderaufrufe:
jetzt beantragen!

Ab sofort können wieder Anträge auf Förderung im Rahmen des Creative Europe MEDIA Programms gestellt werden.

Die Europäische Kommission hat die meisten neuen Calls für das Förderjahr 2026 bereits veröffentlicht, die restlichen folgen Anfang Dezember. Creative Europe verfügt im kommenden Jahr für die drei Förderbereiche MEDIA, KULTUR und CROSS SECTOR zusammen über ein Budget von mehr als 380 Mio. Euro. In allen Bereichen wird die Creative Europe Förderung als Zuschuss vergeben (nicht rückzahlbar).  Für die Unterstützung der europäischen audiovisuellen Branche stellt der Förderbereich MEDIA 2026 über 220 Mio. Euro zur Verfügung und bietet damit vielfältige Unterstützungs­möglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette – verteilt auf 15 Förderaufrufe. Der sogenannte cross-sektorale Bereich von Creative Europe bietet vier weitere Aufrufe, u.a. für innovative Projekte, von welchen sowohl die audiovisuelle Branche als auch Sparten der Kultur und Kreativwirtschaft profitieren, sowie für verschiedene Vorhaben in den Bereichen Nachrichtenmedien und Medienkompetenz.


Das Creative Europe Desk München berät Interessierte aus Süddeutschland zu den verschiedenen Förder­möglichkeiten und unterstützt bei der Vorbereitung der Anträge.

(c) Plaion Pictures / Kasper Tuxen Andersen

Zwei Schwestern müssen sich in Joachim Triers Familiendrama Sentimental Value mit ihrem entfremdeten Vater (Stellan Skarsgård) auseinandersetzen. Plaion Pictures bringt den Gewinner des Jurypreises in Cannes 2025 und Norwegens Oscar-Hoffnung am 4. Dezember mit MEDIA-Unterstützung in die deutschen Kinos.

Eine Auswahl der Creative Europe MEDIA Fördermöglichkeiten

 

1

European Slate Development

(Einreichschluss: 03.12.2025)

 

Diese Entwicklungsförderung können unabhängige europäische Produktionsfirmen für drei bis fünf Projekte beantragen, für welche eine internationale Auswertung im Kino, TV oder Streaming vorgesehen ist. Voraussetzung ist, dass die Firma (oder ein*e Gesellschafter*in oder Geschäftsführer*in) zuvor seit 2019 mindestens zwei Filme oder Serien produziert hat, die bereits in mindestens drei Ländern außerhalb Deutschlands kommerziell im Kino, TV oder VoD ausgewertet wurden. Zur Förderung eingereicht werden können Spiel-, Animations- oder Dokumentarfilme und -serien sowie immersive, interaktive Projekte. Mit der Produktion darf frühestens zehn Monate nach Einreichschluss begonnen werden. Insgesamt kann ein Antrag mit einem Betrag zwischen 90.000 und 510.000 Euro gefördert werden, je nach Kombination der Projekte. Die Fördersummen pro Projekt variieren zwischen 30.000 Euro für einen Dokumentarfilm und 100.000 Euro für eine Highend-Serie (Pauschalsummen). 

Die Agentur in Brüssel hat zu „European Slate Development“ am 15.10.2025 ein Webinar angeboten, dessen Aufzeichnung hier abrufbar ist.

 

2

European Co-Development

(Einreichschluss: 25.02.2026)

 

Produktionsfirmen, die ein Film- oder Serienprojekt gemeinsam mit Partnern in anderen MEDIA Ländern entwickeln, können bis zu 70% der Entwicklungskosten je beteiligte Firma beantragen. Jede Firma kann ihre individuellen Projektentwicklungskosten geltend machen und erhält eine entsprechende Fördersumme. Die Höchstfördersumme ist von der Anzahl der Partner abhängig, bei zwei Partnern beträgt sie maximal 120.000 Euro, für jeden weiteren Partner erhöht sie sich um maximal 60.000 Euro. Sehr hoch budgetierte Serienprojekte mit zwei Partnern erhalten bis zu 200.000 Euro, für jeden weiteren Partner maximal 100.000 Euro zusätzlich. Die Partnerfirmen müssen vertraglich verbunden sein durch einen Ko-Development Vertrag und den Antrag gemeinsam einreichen. Um den Antrag zu stellen, muss eine der beteiligten Firmen seit 2019 einen Film oder eine Serie produziert haben, welche(r) in mindestens drei Ländern außerhalb des Ursprunglandes kommerziell ausgewertet wurde. Mit der Produktion darf frühestens 10 Monate nach dem Einreichtermin begonnen werden.

Die Agentur in Brüssel hat zu „European Co-Development“ am 4.11.2025 ein Webinar angeboten, dessen Aufzeichnung hier abrufbar ist.

(c) Constantin Film / Andrej Vasilenko

Am 1. Dezember 2025 ist es soweit: die Thrillerserie Smilla’s Gespür für Schnee mit Filippa Coster-Waldau und Elyas M’Barek feiert auf Magenta TV ihre Streaming-Premiere. Die neue Adaption von Peter Hoegs Bestseller Fräulein Smillas Gespür für Schnee erhielt die TV & Online Content-Förderung von Creative Europe MEDIA in Höhe von 2 Mio. Euro und wurde auch vom FFF Bayern im Programm „Internationale Kinofilme und Serien“ unterstützt.

3

TV and Online Content

(Einreichschluss: 03.12.2025 und 07.05.2026)

 

Unabhängige Produktionsfirmen können Produktionsförderung für international finanzierte Filme und Serien aller Genres beantragen, wenn daran bereits mindestens zwei Sender oder Streaminganbieter aus verschiedenen Mitgliedsländern des MEDIA Programms durch Presales oder Koproduktion beteiligt sind (bindende Zusagen erforderlich). Mindestens 40% der Finanzierung müssen bereits bestätigt sein und das Projekt muss insgesamt zu mindestens 50% aus europäischen Quellen finanziert werden. Seit diesem Jahr bezuschusst Creative Europe die Projekte mit Pauschalsummen, abhängig vom geplanten Produktionsbudget. Die Fördersummen variieren zwischen 70.000 Euro für Projekte mit einem Budget bis zu 500.000 Euro und 2.000.000 Euro für Projekte, deren Produktionsbudget 20.000.000 Euro überschreitet. Anträge sind spätestens am ersten Drehtag zu stellen.

Die Agentur in Brüssel hat zu „TV and Online Content“ am 14.10.2025 ein Webinar angeboten, dessen Aufzeichnung hier abrufbar ist.

 

4

Innovative Tools and Business Models

(Einreichschluss: 15.01.2026)

 

Unternehmen und Organisationen – auch Start-Ups – mit innovativen, auf Einsatz digitaler Technologien basierenden Lösungen und Geschäftsmodellen für die audiovisuelle Branche können bis zu 80% der Kosten ihres Projekts durch diese Förderung abdecken. Dabei unterstützt MEDIA sowohl die Entwicklung neuer Projekte als auch die Erweiterung bestehender Produkte. Förderfähig sind unter anderem Tools für Untertitelung, Auffindbarkeit oder Empfehlungen europäischer audiovisueller Werke, Lösungen, die die Transparenz und Effizienz verschiedener Sparten der audiovisuellen Branche erhöhen, Geschäftsmodelle, die Synergien zwischen verschiedenen Auswertungsformen optimieren, Tools, die neue Technologien zur Unterstützung von Produktion, Finanzierung, Distribution und Promotion einsetzen, sowie Lösungen, die zur ökologischen Nachhaltigkeit der Branche beitragen.

Die Agentur in Brüssel bietet zu „Innovative Tools and Business Models“ am 18.11.2025 ein Webinar an
⭢ Link zum Webinar

(c) Constantin Film Verleih

Auf RTL+ läuft seit 6. November 2025 die monumentale Neuinterpretation der Nibelungensage von Constantin Television, u.a. mit Jannis Niewöhner und Gijs Naber in den Hauptrollen. Die deutsch-tschechische Koproduktion Die Nibelungen – Kampf der Königreiche entstand mit der TV-Förderung von Creative Europe MEDIA in Höhe von 2 000 000 und mit FFF Förderung.

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Video Games and Immersive Content Development

(Einreichschluss: 11.02.2026)

 

Spieleentwickler*innen, XR Studios und audiovisuelle Produktionsfirmen können Förderung beantragen für die Entwicklung von narrativen Videospielen und interaktiven narrativen immersiven Projekten bis zum ersten spielbaren Prototyp oder der ersten Testversion. MEDIA unterstützt die Projekte mit maximal 200.000 Euro (bis zu 60% des Gesamtbudgets). Anträge können von einzelnen Firmen oder von Konsortien aus zwei oder mehr Partnern gestellt werden. Beantragen kann, wer zuvor bereits ein Videospiel oder eine immersive Experience produziert hat, welche(s) nach dem 1.1.2023 nachweislich kommerziell vertrieben wurde.

Die Agentur in Brüssel hat zu „Video Games and Immersive Content“ am 29.10.2025 ein Webinar angeboten, dessen Aufzeichnung hier abrufbar ist.

 

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Films on the Move

(Einreichschluss: 19.03.2026 und 16.07.2026)

 

Diese Förderung richtet sich an Weltvertriebe und Verleiher und unterstützt europaweite Herausbringungskampagnen neuer (Copyright nicht vor 2024) europäischer, nicht-nationaler Filme mit einem Produktionsbudget bis zu 30 Mio. Euro in den Kinos und/oder online. Den Antrag stellt der (europäische) Weltvertrieb des Films. Der Vertrieb koordiniert dabei die Kampagnen einer Gruppe von Verleihern aus mindestens sieben Mitgliedsländern des MEDIA Programms, darunter mindestens zwei kleinere Länder, und reicht die Fördergelder an die teilnehmenden Verleiher weiter. MEDIA gewährt einen Zuschuss von bis zu 90% der Gesamtkosten der Kampagne. Teilnehmende Verleiher erhalten bis zu 70% der Herausbringungskosten des Films im eigenen Land – deutsche Verleiher bis zu 150.000 Euro für Filme mit einem Produktionsbudget bis 15 Millionen Euro sowie 300.000 Euro für Filme mit einem Produktionsbudget über 15 Millionen Euro und Animationsfilme. Der Weltvertrieb kann ebenfalls Kosten geltend machen.

Die Agentur in Brüssel hat zu „Films on the Move“ am 12.11.2025 ein Webinar angeboten, dessen Aufzeichnung ab Mitte November hier abrufbar wird.

In seiner neuen Komödie über das Filmgeschäft spielt Nanni Moretti einen Regisseur in der Krise. Das Beste liegt noch vor uns, eine italienisch-französische Koproduktion, kommt im Verleih von Prokino am 18. Dezember ins Kino.

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Markets and Networking

(Einreichschluss: 20.01.2026)

 

Der Aufruf richtet sich an Anbieter von physischen, online- oder hybriden Filmmärkten, die den B2B-Austausch rund um Entwicklung, Produktion und Distribution von Filmen und anderen audiovisuellen Werken (wie XR, Games, AI) unterstützen, sowie an Anbieter von Vernetzungsaktivitäten, die zur Promotion europäischer Werke und Talente sowie zur Stärkung der audiovisuellen Branche entlang der Wertschöpfungskette beitragen. Außerdem werden Netzwerke von Filmmärkten, die ähnliche Genres/Themen präsentieren oder in derselben Region angesiedelt sind, unterstützt sowie Initiativen, die die europäische Ko-Entwicklung von Serien stärken. MEDIA finanziert bis zu 70% des förderfähigen Budgets.

Die Agentur in Brüssel hat zu „Markets and Networking“ am 5.11.2025 ein Webinar angeboten, dessen Aufzeichnung hier abrufbar ist.

 

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European VOD Networks and Operators

(Einreichschluss: 08.04.2026)

 

Antragsberechtigt für sind Konsortien aus mindestens zwei VOD Plattformanbietern aus mindestens zwei MEDIA Ländern sowie einzelne VOD Plattformanbieter, die ihren Service in mindestens zwei MEDIA Ländern anbieten (d.h. in beiden Ländern operativ tätig sind). Förderfähig sind gemeinsame grenzüberschreitende Aktivitäten mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität von europäischen VOD Plattformen zu verbessern sowie den Zugang, die Auffindbarkeit und die Sichtbarkeit europäischer audiovisueller Werke zu stärken. Mindestkriterien bzgl. der europäischen Dimension des Filmkatalogs (bzw. des zusammengelegten Filmkatalogs bei mehreren teilnehmenden VOD Anbietern) müssen eingehalten werden, u.a. sollen mindestens 300 audiovisuelle Werke angeboten werden, davon mindestens 30 Prozent Werke aus MEDIA Ländern; die Filme sollen aus mindestens fünf MEDIA Ländern stammen und in mindestens fünf verschiedenen Sprachen angeboten werden. MEDIA bezuschusst das Projektbudget bis zu 60 Prozent.

Die Agentur in Brüssel bietet zu „European VOD Networks and Operators“ am 3.12.2025 ein Webinar an
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Förderaufrufe im Bereich Cross Sector

 

1

(Creative) Innovation Lab

(Einreichschluss: 23.04.2026)

Unterstützt werden Unternehmen, die innovative (digitale) Lösungen mit Potenzial für eine europaweite Nutzung entwickeln, welche auf mindestens eine Sparte der audiovisuellen Branche (Film, Videogames) und zusätzlich auf mindestens eine der folgenden drei Sparten der Kultur- und Kreativwirtschaft anwendbar sind: Musik, Buch, Museen. Außerdem können Business Incubators, die die genannten Branchen und Sparten abdecken, im Rahmen der Förderlinie unter Umständen Zuschüsse zu Stipendienprogrammen beantragen. Ziel der Förderung ist es, Kooperationen zwischen der audiovisuellen Branche und der Kultur- und Kreativwirtschaft zu fördern um deren ökologische Nachhaltigkeit und oder Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und/oder die grenzüberschreitende Verbreitung, Auffindbarkeit, Sichtbarkeit, Zugänglichkeit, Diversität oder Reichweite europäischer Inhalte zu verbessern. Projekte müssen mindestens eines der folgenden Themen abdecken: (1) Virtuelle Welten als Umgebung für die Promotion europäischer Inhalte und Erschließung neuen Publikums, (2) Innovative digitale Lösungen für Produktion, Finanzierung, Vertrieb oder Promotion unter Nutzung neuester Technologien, (3) Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit der audiovisuellen Branche und der Kultur und Kreativwirtschaft. Creative Europe gewährt einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten.

Die Agentur in Brüssel bietet zu „Innovation Lab“ am 20.01.2026 von 10:30 – 12:30 Uhr ein Webinar an (ohne Voranmeldung)
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2

Media Literacy

(Einreichschluss: 11.03.2026)

 

Gefördert werden Initiativen, die den Austausch von Wissen über Medienkompetenzstrategien und -praktiken zur Bekämpfung von Desinformation sowie zur Entwicklung von kritischem Verständnis und kritischer Mediennutzung unter EU Bürgerinnen und Bürgern voranbringen. Die förderfähigen Maßnahmen können u.a. die grenzüberschreitende Erarbeitung von Best Practices, Weiterbildungen oder innovative Toolkits und technologiebasierten Lösungen beinhalten. Dies wird mit bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten unterstützt (bis zur Maximalfördersumme von 500.000 Euro). Anträge stellen können Konsortien von mindestens drei Organisationen aus drei verschiedenen Teilnehmerländern des Creative Europe Programms.

Die Agentur in Brüssel bietet zu „Media Literacy“ am 3.12.2025 von 10 – 12 Uhr ein Webinar an (ohne Voranmeldung)
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3

Journalism Partnerships – Collaborations

(Einreichschluss: 04.02.2026)

 

Diese Förderung hat zum Ziel, die wirtschaftliche Stabilität von Nachrichtenmedien durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken. Die Projekte sollen die Transformationsprozesse der Nachrichtenmedien in geschäftlicher, technologischer und/oder produktionstechnischer Hinsicht unterstützen, z.B. durch bessere Monetarisierungsmodelle, neue Ansätze für Publikums- und/ oder Community-Entwicklung und für Marketing, durch die Entwicklung gemeinsamer beruflicher/ technischer Standards, neue Arten von Newsrooms, neue Modelle für den Austausch von Inhalten/Daten. Auch Unterstützung von kleinen Medienorganisationen und innovative journalistische Kooperationen können gefördert werden. Für diese Aktivitäten übernimmt Creative Europe bis zu 80 Prozent der Kosten (maximal 2.000.000 Euro per Projekt). Anträge müssen von Konsortien aus mindestens drei Organisationen in drei verschiedenen Mitgliedsländern des Creative Europe Programms gestellt werden.

 

4

Journalism Partnerships – Pluralism

(Einreichschluss: 04.02.2026)

 

Diese Förderung soll es zivilgesellschaftlichen Organisationen ermöglichen, Zuschüsse für Nachrichtenmedien und unabhängigen Journalismus zu vergeben mit dem Ziel, in ganz Europa eine vielfältige, unabhängige Nachrichtenmedienlandschaft zu erhalten und so die Demokratie zu stärken. Förderfähige Stipendienprogramme sollen vor allem folgende Sektoren der Nachrichtenmedien unterstützen: (a) lokale und regionale Medien, (b) unabhängigen und investigativen Journalismus, (c) Organisationen, die Nachrichten von öffentlichem Interesse anbieten wie Community-, Rechts- und Bürgernachrichten sowie Nachrichten, die die Transparenz bzgl. der Medien erhöhen. Projekte in diesem Bereich bezuschusst Creative Europe bis zu 90 Prozent (maximal 2.500.000 Euro per Projekt). Anträge können von einzelnen Antragstellern oder von Konsortien aus mindestens zwei Partnern gestellt werden.

Die Agentur in Brüssel hat zu „Journalism Partnerships – Collaborations“ und „Journalism Partnerships – Pluralism“ am 6.11.2025 ein Webinar angeboten, dessen Aufzeichnung hier abrufbar ist.

INFORMATION UND BERATUNG
Creative Europe Desk München
Sonnenstraße 21, 80331 München
Tel.: 089-54460330
E-Mail: info@ced-muenchen.eu 
Web: www.creative-europe-desk.de

Alle Neuigkeiten und Informationen zum Creative Europe MEDIA Programm sind auf der Webseite zu finden.

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Medienszene Bayern im Bild

Termine

Eine Übersicht über wichtige
Branchentermine der nächsten Monate


13.–16. November 2025

Zwickl – Dokumentarfilmfestival Schwandorf


14.–22. November 2025

Festival of Future Storytellers


18. November 2025

Mediengespräch in der Au
(nur auf Einladung)


18./19. November 2025

Warm up & Verleihung der FFF Programmprämien in Kempten


20. November 2025

XR & Film: Talents Meet-Up
(nur auf Einladung)


20. November 2025

Verleihung Deutscher Kurzfilmpreis


26.–30. November 2025

Lafita –Lateinanmerikanische Filmtage


1.–5. Dezember 2025

Televisionale Film- und Serienfestival Weimar


8./9. Dezember 2025

Focus London


18. Dezember 2025

Screening „Süßes Gift“ mit Peter Heller und Dieter Kosslick im Münchner Filmmuseum


 

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20.–23. Januar 2026

Filmwoche München


23. Januar 2026

Verleihung Bayerischer Filmpreis


24. Januar 2026

Deutscher Filmball


26. Januar – 1. Februar (online: 2. – 8. Februar 2026)

Bamberger Kurzfilmtage


26.–30. Januar 2026

German Focus beim Göteborg Film Festival


29. Januar – 1. Februar 2026

Internationales Filmwochenende Würzburg


12.–22. Februar 2026

76. Internationale Filmfestspiele Berlin


13. Februar 2026

FFF Empfang anlässlich der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin
(nur auf Einladung)


27. Februar – 8. März 2026

Filmfestival Türkei Deutschland


19. – 22. März 2026

Internationales Kurzfilmgestival Bunter Hund München


5.–15. März 2026

Internationale Kurzfilmwoche Regensburg


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11.–16. März 2026

Landshuter Kurzfilmfestival


12.–15. März 2026

nonfiktionale


9.–12. April 2026

Grenzland-Filmtage Selb


16.–22. April 2026

Hard:Line International Filmfestival Regensburg


6.–17. Mai 2026

DOK.fest München


15./16. Mai

Kurzfilmtage Thalmässing


12.–23. Mai 2026

Festival de Cannes


17. Mai 2026

FFF Business Lunch in Cannes


26. Juni – 5. Juli 2026

Filmfest München


Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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