Alle drei Jahre vergibt die Landeshauptstadt München mit ihrem Kulturreferat den Filmpreis der Stadt München für ein herausragendes Gesamtwerk. In diesem Jahr hat die Kommission Produzent Thomas Wöbke ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es u.a.: „Die oft übliche Großmannssucht in diesen international angelegten Anspruchs-Regionen hat Thomas Wöbke nicht nötig. Er kann ganz seiner Unbeirrbarkeit und der Konsequenz hinsichtlich thematischer Vorlieben und dem Erzählstil seiner Produktionen vertrauen – und mit ihm sein dankbares Publikum.“ Der FFF Bayern hat in seinem Gründungsjahr 1996 die von Thomas Wöbke und Jakob Claussen produzierten Kinofilme Nach Fünf im Urlaub und Jenseits der Stille im Verleih gefördert. Ab da sind viele Filme mit FFF Produktionsförderung entstanden, von 23, Crazy und Anatomie über Krabat, Hell, Monday um Zehn bis zu September 5 und 22 Bahnen, die Thomas Wöbke mit Philipp Trauer und Anna Eigl realisiert hat. Ein tolles Œuvre, das so viel Lust am Filmemachen ausstrahlt. Die Preisverleihung fand am 1. Dezember 2025 im Filmmuseum München statt. Ein ganz toller Abend mit einem wunderschönen Programm und sehr bewegenden wie sehr lustigen Ansprachen. Die Laudatio sprach Tim Fehlbaum, Musik gab es von Tom Schilling, der in Crazy eine seiner ersten Rollen spielte, und Lorenz Dangel, der die Musik von September 5 komponiert hat.
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Ein tolles Œuvre
Ein großes Hexentreffen
Ende November feierte das FFF-geförderte Kinoabenteuer Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen Premiere in München. Im Mathäser Filmpalast wurde das junge Ensemble NALA, Carla Demmin, Philomena Amari, Fia-Marie Lin, Aithonas Avgoustakis, Balthazar Gyan Alexis Kuppuswamy und Shanti Celik auf dem Roten Teppich empfangen. Begleitet wurden sie von Rosalie Thomass, Friedrich Mücke, Heike Makatsch, Maria Happel, Lorna Ishema und Lisa Wagner, Regisseur Gregor Schnitzler, den Produzent*innen Quirin Berg, Johanna Bergel, Max Wiedemann und Bernd Krause sowie den beiden Ko-Produzentinnen Gabriele Salomon und Martina Priemer. Auch das Musikteam Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange, das die Original-Songs zum Film beisteuerte, feierte mit Cast und Crew.
Ein direkter Austausch
Seit mehr als 25 Jahren bringt in Bayern das Mediengespräch Vertreter*innen der Film- und Gamesbranche sowie der Medienpolitik in den direkten Austausch. Mitte November folgten wieder rund 100 Gäste der Einladung des Creative Europe Desk München: zum Netzwerken, Austauschen, Wiedersehen, Kennenlernen und Updaten beim Mediengespräch in der Au. Geschäftsführerin Ingeborg Degener, Bayerns Medienminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei Dr. Florian Herrmann und die Leiterin der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland Barbara Gessler umrahmten den Abend mit Impulsvorträgen zur aktuellen Lage der Filmwirtschaft in Deutschland und Bayern und zu den großen Linien der europäischen Medienpolitik. Weitere Impressionen finden Sie auf der Seite von Creative Europe in dieser Ausgabe.
Eine heimliche Herrscherin
Der FFF-geförderte Kinofilm Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde feierte Anfang Dezember München-Premiere im Mathäser Filmpalast. Regie führte Antonia Simm, die auch das Drehbuch schrieb. Produziert wurde der Film von megaherz in Koproduktion mit dem BR. Vor Beginn der Vorstellung sollten die Kinder im Publikum auf die Frage antworten, wer denn die heimliche Herrscherin der Erde sei. Einige wussten es tatsächlich! Es hätten aber auch alle anderen Antworten, die gegeben wurden, richtig sein können. Der Film ist am 8. Januar 2026 im Verleih von MFA in den Kinos gestartet. Seitdem können auch diejenigen, die nicht bei der Premiere waren, die Antwort auf die Frage finden.
Ein neues Megaherz
Und nochmal Megaherz: Im November kam die Nachricht, dass das Münchner Unternehmen die Geschäftsführung neu bildet: Oliver Gernstl, Jonas Gernstl und Martin Tischner leiten die Firma nun zu dritt. Franz X. Gernstl übergibt damit die von ihm 1983 gegründete Firma. Oliver Gernstl ist seit 2013 bei megaherz und seit 2017 Geschäftsführer und Gesellschafter, Jonas Gernstl begleitete bisher den Weg der Firma als Regisseur, Gesellschafter und Producer. Mit Martin Tischner rückte von seiner Rolle als Produzent in die Geschäftsführung auf. Tischner war u.a. unter anderem Co-Creator der Checker Tobi-TV-Reihe, hat das Format lange als Producer geleitet und war damit redaktionell verantwortlich für mehr als 150 Folgen. Mit dem Kinofilm Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten, bei dem Tischner für Buch und Regie verantwortlich war, begründete er 2019 eine der erfolgreichsten deutschen Kinoreihen der letzten Jahre.
Ein Skateboard-Spiel
Das FFF-geförderte Spiel Stuntboost von Byting Games aus Kempten wurde Anfang Dezember in Köln mit dem Deutschen Entwicklerpreis mit dem Ubisoft Newcomer Award ausgezeichnet. Stuntboost ist ein Skateboard-Spiel, in dem die Spieler*innen durch Strecken aus Pappe und Spielzeug in halsbrecherischer Geschwindigkeit rasen, Abkürzungen entdecken und Stunts ausführen, um schnellstmöglich ans Ziel zu gelangen. Der FFF Bayern hat das Game in der Konzept- und Prototypenentwicklung gefördert. Aus Bayern nominiert waren außerdem noch Cipsoft als bestes Studio und Sebastian Grünwald für das Projekt Deine Stimme. Auf dem Foto: die FFF Games-Förderreferenten Thorsten Suckow (l.) und Joannis Xenakis (r.) mit den Gewinnern Julian Höltge und Tobias Kozel.
Bayern und Indonesien
Im Dezember drehte Berthold Wahjudi in Bayern seinen FFF-geförderten Abschlussfilm Vaterland, eine Geschichte über Geschwister, Heimat und Zugehörigkeit zwischen Deutschland und Indonesien. Das Drama mit einer Note Comedy handelt von Yanto, der nach Yogyakarta reist, um seine kleine Schwester zu besuchen, die dort ein Auslandssemester macht und besser reinpasst als er. Produziert wird der Film von madfilms, in Koproduktion mit der indonesischen Produktionsfirma Aftersun Creative, Bayerischer Rundfunk und Allergikerfilm. In Zusammenarbeit mit der HFF München, unterstützt von der Young Talent Foundation Berlin und dem Freundeskreis der HFF München. In der Entwicklung war das Projekt Teil der Berlinale Short Form Station (Berlinale Talents) sowie des MEDIA-geförderten European Short Pitch, bei dem der Pitch den Hauptpreis gewinnen konnte. Im Januar zog das Team mit den Dreharbeiten nach Yogyakarta in Indonesien weiter. Auf dem Foto beim Setbesuch nahe München (v.l.): Hauptdarsteller Aggai Saibuma (Rolle Yanto), Jennifer Drake (PL), Berthold Wahjudi (Drehbuch und Regie), Jonas Egert (Produzent madfilms), Theodor Fusban (BR Kino & Debüt), Natalie Lambsdorff (BR Kino & Debüt), Hauptdarstellerin Sarah Röser (Rolle SARA), Sylvain Cruiziat (Produzent madfilms), Christine Haupt (FFF Bayern) und Noah Böhm (Bildgestaltung).
Eine wichtige Erhöhung
Am 26. November 2026 empfahl der FFF Games-Vergabeausschuss acht Projekte mit insgesamt 240.000 Euro zur Förderung. Kurz daraufüberreichte Digital- und Games-Minister Dr. Fabian Mehring in der Gamerei persönlich die Förderbescheide an die geförderten Studios: Emergo Entertainment, Alea Interactive, Thogli Studios, Benjamin Lochmann New Media, Nementic Games, Red Gate Forge Studios, McPeppergames sowie an Valentin Baral und Korbinian Fischer. Der Standort Bayern war mit Studios aus Bayreuth (Oberfranken), Kempten (Schwaben), Fürstenfeldbruck (Oberbayern), Nürnberg (Mittelfranken), Herzogenaurach (Mittelfranken), Regensburg (Oberpfalz), Gersthofen (Schwaben) und Münnerstadt (Unterfranken) vertreten. Mit dabei waren FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein, der stellvertretende FFF Geschäftsführer Martin Hartung sowie FFF Games-Förderreferent Thorsten Suckow. Außerdem nutzte Digitalminister Dr. Fabian Mehring die Gelegenheit zu verkünden, dass die FFF-Gamesförderung auf € 4 Mio. pro Jahr erhöht wird. Der Erhöhung muss noch der Bayerische Landtag zustimmen.
Eine historische Rebellion
Die Dreharbeiten zur FFF-geförderten internationalen Koproduktion The Uprising (AT: The Rage) vom Oscar-nominierten Regisseur Paul Greengrass in Bayern sind abgeschlossen. Der Film handelt von einem einfachen Bauern, der im 14. Jahrhundert in England eine Rebellion gegen König Richard II. entfacht und ungewollt zur Legende des Widerstands wird. Die Hauptrolle spielt Andrew Garfield, in weiteren Rollen sind Jamie Bell, Cosmo Jarvis, Thomasin McKenzie, Katherine Waterston, Sky Yang, Stephen Dillane, Jonny Lee Miller, Tom Hollander, Stanley Townsend and Woody Norman zu sehen. Produziert wird die deutsch-britisch-US-amerikanische Produktion von deutscher Seite von Supernix. Leonine Studios übernimmt den Verleih für Deutschland und Österreich, der US-Verleih liegt bei Focus Features. Der FFF Bayern hat das Projekt mit 2 Millionen Euro im Programm Internationale Filme und Serien gefördert. Die Film Commission hat die Produktion im Vorfeld der Dreharbeiten unterstützt. Auf dem Foto am Set im historischen Innenhof vom Pellerhaus in Nürnberg: Von links nach rechts: Thomasin McKenzie (Schauspielerin) und Jamie Bell (Schauspieler), Paul Greengrass (Regisseur, Drehbuchautor, Produzent), Judith Erber (FFF Bayern), Tom Hollander (Schauspieler), Mark Redhead (Schauspieler) sowie Philipp Kreuzer (Produzent, Supernix).
Ein neuer Link
Und nochmal Regie, die mit dem Oscar gekrönt wurde: Caroline Link hat im Dezember die Dreharbeiten ihres FFF-geförderten Kinofilm Die Jahre mit dir abgeschlossen. Gedreht wurde in Italien, Bayern, Nordrhein-Westfalen und in Peru. Es geht um Politikstudentin Fanny, eine leidenschaftliche Aktivistin, die für ihre Überzeugungen kämpft. Alex studiert Jura, um eines Tages in die erfolgreiche Kanzlei seines Vaters einzusteigen. Sie kommen aus unterschiedlichsten Welten, aber die Anziehung zueinander führt sie in eine leidenschaftliche Beziehung, die beide so noch nie erlebt haben und die immer wieder neu auf die Probe gestellt wird. Am Ende müssen sich die beiden fragen, ob Liebe allein genug ist. Caroline Link führte Regie nach eigenem Drehbuch. Die Hauptrollen spielen Jella Haase, Jannis Niewöhner, Anneke Kim Sarnau und Sylvester Groth. In weiteren Rollen sind Milena Tscharntke, Samuel Benito, Amal Keller, Lina Hüesker, Florian Geißelmann, Ludger Bökelmann und Pauline Rümmelein zu sehen. Judith Erber hat das Set während der Dreharbeiten besucht und dort Margret Mackuth (Warner Bros. Film Productions Germany), Jannis Niewöhner, Jella Haase, Christopher Aoun (Director of Photography), Caroline Link und Jonas Dornbach getroffen. Die Jahre mit dir ist eine Produktion von Komplizen Film (Produzent*innen: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade) und der Warner Bros. Film Productions Germany.
Wurst ohne Ende
Gerade erreichte Pumuckl im Kino die Ticketmillion, da fand schon die nächste Premiere mit Rosi als Regisseur statt: Im Januar feierte der FFF-geförderte Kinofilm Extrawurst Premiere im Mathäser Filmpalast. Der Film basiert auf dem Theaterstück von Dietmar Jacobs & Moritz Netenjakob, die auch das Drehbuch geschrieben haben. Produziert wurde der Film von Lieblingsfilm und STUDIOCANAL in Koproduktion mit ARD Degeto. Das Ensemble bilden Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Fahri Yardim, Anja Knauer, Friedrich Mücke & Gaby Dohm. Mittlerweile steht der Film auch schon kurz davor, mehr als 1 Mio. Besucher*innen im Kino erreicht zu haben. Der FFF Bayern hatte den Film übrigens im November bei der FFF Programmprämien-Verleihung gemeinsam mit der Münchner Firma Lieblingsfilm und Studiocanal als Überraschungsfilm gezeigt. Bayerns Kinobetreiber*innen waren damals schon begeistert gewesen.
Die drei ???
Teil 2 und Teil 3 wurden direkt hintereinander gedreht, nun folgte mit einem Abstand von einem Jahr die Premiere von Die drei ??? – Toteninsel, produziert von Wiedemann und Berg Film, ins Kino gebracht von Sony. Beide Vorgänger-Filme waren Besuchsmillionäre, der dritte Teil steht nach dem ersten Wochenende auch schon bei bereits 334.000 Tickets. Bei der Premiere Mitte Januar im Mathäser Kino stellten den Film dem Publikum vor: Pascal Buchsbaum, Simon Kluth, Momo Beier, Jannik Schümann, Katja Lechthaler, Levi Brandl, Andreas Pietschmann, Julius Weckauf, Tim Dünschede, Nevio Wendt, Filip Schnack, Jördis Triebel und Philipp Christopher. Kurz danach kam die Nachricht, dass es einen vierten Teil geben wird.
Setbesuch bei Ludwig
W&B Television hat die achtteilige FFF-geförderte Serie Ludwig im Januar abgedreht. Ein Crime-Drama, das die Ermittlungen zum mysteriösen Tod des Königs Ludwig II. von Bayern mit dem intimen Psychogramm eines Mannes verwebt, der in seiner Zeit keinen Platz fand. Beim Setbesuch in der Münchner Residenz trafen sich:Gretha Heisig, Dorothee Erpenstein, Paul Winkler, Carlotta Bähre, Aaron Friesz, Jonathan Kriener, Luis Pintsch, Katharina Leonore Goebel, Carolin Haasis, David Zimmerschied, Nina Vukovic, Björn Wilhelm, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Lisa Giehl, Max Wiedemann , Lukáš Borik Polanský, Julius Gause, Christoph Pellander, Oliver Vogel, Elmar Jaeger, Moritz von Krüdener, Sebastian Ko, Jan Prahl, Bettina Ricklefs, Johanna Dirnberger und Stefan Mütherich. Ludwig ist eine Produktion der W&B Television in Koproduktion mit ARD Degeto Film, Bayerischer Rundfunk, ServusTV und SRF. Die Ausstrahlung der Serie ist für 2027 geplant.
An Ostern unvergänglich
Diese eine Woche im Januar, in der die Filmwoche, der Filmpreis, das CSU Filmgespräch und der Filmball das Jahr einläuten, dreht sich sehr viel um das Kino. Aber: Es gibt auch einen traditionellen und beliebten Termin für das Fernsehen: den BR Filmbrunch. Der Sender stellt die Highlights des kommenden Programms vor. Diesmal gehörte die FFF-geförderte 2. Staffel von Himmel, Herrgott, Sakrament dazu wie bei den Kino-Koproduktion der FFF-geförderte Eberhofer-Krimi Steckerlfischfiasko. Außerdem natürlich Polizeiruf 110 und Tatort. Deren letzter Einsatz wird als Doppelfolge unter dem Titel unvergänglich an Ostern ausgestrahlt.
Ehrenpreis für Fitz
Nachdem der Deutsche Filmpreis nicht mehr dotiert ist, ist die Bedeutung des Bayerischen Filmpreises weiter gewachsen. Die Freude war groß bei den ausgezeichneten Filmschaffenden. Fünf FFF-geförderte Filme gehörten zu den Gewinnern: Die Jury ehrte Autorin Yvonne Görlach und Schauspieler Rainer Bock jeweils für Karla, das Schauspiel-Duo Til Schindler und Heike Hanold-Lynch für Scham und Michael Kofler als Newcomer-Regisseur für Zweitland. Michael Bully Herbig erhielt den Bayerischen Filmpreis für den erfolgreichsten Film: Das Kanu des Manitu. Der Preis des Ministerpräsidenten ging an Florian David Fitz. Der vielseitige Münchner Schauspieler, Autor, Regisseur und Produzent, der den Preis von Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann entgegennahm, war an etlichen FFF-geförderten Projekten beteiligt. So förderte der FFF Bayern zum Beispiel Mädchen, Mädchen 2 (2004) mit Fitz als Darsteller wie auch sein Drehbuch-Debüt Vincent will meer (2010) und sein Regie-Debüt Jesus liebt mich (2012). Ebenfalls gefördert wurden unter anderem Der geilste Tag (2016), Willkommen bei den Hartmanns (2016), 100 Dinge (2018), Das perfekte Geheimnis (2019), Oskars Kleid (2022) und Wochenendrebellen (2023). Zuletzt startete No Hit Wonder (2025), als nächstes kommen Ein perfekter Urlaub und Kochschule Schwarz in die Kinos. Der Bayerische Filmpreis für den Besten Film ging an Fatih Akins Hark Bohm-Film Amrum. Hier war neben Heldin von Petra Volpe auch die FFF-geförderte Literaturverfilmung 22 Bahnen der Münchner Firma BerghausWöbke Filmproduktion (Drehbuch: Elena Hell, Regie: Mia Maariel Meyer) nominiert gewesen. Die weiteren Bayerischen Filmpreise gingen an Regisseurin Mascha Schilinski und Kameramann Fabian Gamper für In die Sonne schauen, an den Dokumentarfilm Im Prinzip Familie, an Darstellerin Leonie Benesch für Heldin sowie den Kinderfilm Zirkuskind.
Filmball zum 50.
Die lange Woche des Films endete wie immer mit dem Deutschen Filmball im Ballsaal des Bayerischen Hofs in München. Dieses Mal gab es ein Jubiläum: So fand der Filmball zum 50. Mal statt. 1.000 Gäste kamen und wurden von Peter Schauerte begrüßt. „Dieser Ball ist weit mehr als ein gesellschaftliches Ereignis; er ist ein Fest der Kreativität und Leidenschaft und ein Spiegel der Energie unserer Branche“, sagte der SPIO-Präsident. Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann benannte, bevor er die Tanzfläche eröffnete, die Bedeutung des bayerischen Standortes: „Gestern Bayerischer Filmpreis, heute Deutscher Filmball. Bayern zeigt einmal mehr, dass es Filmland Nr. 1 ist. Das Kinojahr 2025 spricht für sich: Die einzigen zwei deutschen Filme in den Top 10 waren FFF-gefördert. Insgesamt sind acht der Top 10 deutscher (Ko-)Produktionen FFF-gefördert. Wir investieren weiter verlässlich über 40 Mio. € jährlich über den FFF Bayern. Im Bund sind wir Anwalt der Filmbranche. Bei der Filmförderreform drängen wir auf schnelle Einigung und Planungssicherheit – für eine moderne, effiziente, international wettbewerbsfähige Förderlandschaft mit positiven Standorteffekten.“
Premiere in Sundance
Die ausschließlich in Bayern geförderte und gedrehte deutsch-amerikanische Koproduktion The Weight feierte Ende Januar Premieres-Reihe beim Sundance Film Festival. Das Drama spielt im Jahr 1933 in Oregon: Nach dem Tod seiner Frau und seiner Inhaftierung in einem Arbeitslager kämpft Samuel Murphy darum, das Sorgerecht für seine Tochter Penny zurückzuerlangen. Unter der Kontrolle des skrupellosen Aufsehers Clancy wird Murphy in einen riskanten Goldschmuggel verwickelt. Doch neben den Gefahren der Wildnis bedroht auch Verrat in den eigenen Reihen das Unterfangen. Das Drehbuch zu The Weight haben Matthew Booi, Matthew Chapman und Shelby Gaines verfasst, basierend auf einer Geschichte von Matthew Booi und Leo Sherman. Regie führte Padraic McKinley, den Cast bilden Ethan Hawke, Julia Jones, Russell Crowe, Austin Amelio, Avi Nash und Sam Hazeldine. Die Dreharbeiten fanden vollumfänglich in Bayern statt: In Viechtach fand das Produktionsteam mit Hilfe der Film Commission des FFF Bayern ideale Motive, die als Cover von Oregons Landschaft dienten. Weitere Dreharbeiten fanden in Bodenmais, in Tutzing am Starnberger See, am Schliersee und in den Bavaria Studios statt. Als Produktionsfirmen fungieren die augenschein Filmproduktion mit der Münchner Produktionsfirma Construction Filmproduktion. Aus den USA sind Fields Entertainment und Under The Influence Productions beteiligt. Produzenten sind Simon Fields, Nathan Fields, Ryan Hawke, Jonas Katzenstein, Maximilian Leo und Veronica Ferres. Der deutsche Verleih liegt bei Capelight Pictures, der Weltvertrieb bei WME International. Der FFF Bayern förderte die Produktion mit 2 Mio. Euro im Programm Internationale Kinofilme und Serien. Die Mittel für das Programm stellt der Freistaat Bayern zur Verfügung. Zu den hier geförderten Projekten gehört auch The Happy Prince von und mit Rupert Everett und mit Colin Firth und Emily Watson in den Hauptrollen, der ebenfalls in Sundance Premiere feierte. Auf dem Foto bei der Premiere: Die Produzent*innen Veronica Ferres, Ryan Hawke und Maximilian Leo mit Hauptdarsteller Ethan Hawke.
Ach, diese Lücke
Wer das schöne Buch Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke von Joachim Meyerhoff liest oder – mindestens genauso gut – von ihm eingesprochen hört, sieht den Film quasi vor sich. Und genauso ist er geworden, zum Beispiel ist er mit Senta Berger als Großmama Inge kongenial besetzt. Da die Handlung in München spielt, größtenteils an der Otto-Falckenberg-Schule und in der Nymphenburger Villa der Großeltern, hat Komplizen Film die Produktion mit Autor und Regisseur Simon Verhoeven in Bayern umgesetzt. Hier fand auch die Uraufführung statt, im Münchner Mathäser Kino. Zum großen Foto versammelten sich: Margret Mackuth (Manager Local Productions Warner Bros. Entertainment), Darsteller Moritz Treuenfels,Darstellerin Karoline Herfurth, Koproduzent Christopher Doll (Dollfilm), Julia Hayungs (Manager Local Productions Warner Bros. Entertainment), Darstellerin Victoria Trauttmansdorff, Steffen Schier (Managing Director & SVP Theatrical Distribution Warner Bros. Entertainment), Darsteller Friedrich von Thun, Bruno Alexander und Nikolaus Paryla, Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven, Romanautor Joachim Meyerhoff, Darstellerin Katharina Stark, Judith Erber (FFF Bayern), Darsteller Tom Schilling, Produzentin Janine Jackowski und Produzent Jonas Dornbach (Komplizen Film).
Bayern in Göteborg
German Focus in Schweden: Beim Nordic Film Market und der TV Drama Vision des gerade noch laufenden Göteborg Film Festivals 2026 stehen deutsche Filmschaffende im Mittelpunkt. Gemeinsam mit German Films, der FFA und deutschen Länderförderungen unter Federführung der MOIN sind mehr als 50 Delegierte bei der Industry Plattform vertreten. Hinzu kommen deutsche Filme im offiziellen Programm wie etwa der FFF-geförderte Kinofilm Karla. Aus Bayern gehören Melissa Byrne von Nordpolaris, Nils Dünker von Lailaps Pictures, Anna Eigl von BerghausWöbke Filmproduktion sowie Head of Film Commission Bayern Anja Metzger zur deutschen Delegation.