Der Stoff,
aus dem
Geschichten
sind

Das Fünf Seen Filmfestival feiert 20. Jubiläum: Vom 3. bis 13. September laufen in Starnberg, Gauting, Seefeld und Weßling über 150 Filme. Und wie immer richtet Festivalleiter Matthias Helwig Werkschauen für Ehrengäste aus: für die Hannelore-Elsner-Preisträgerin Luna Wedler, Christian Petzold, Marcus H. Rosenmüller und die preisgekrönte Kostümbildnerin Monika Buttinger. Sie präsentiert beim Festival etwa Gentle Monster, Corsage und Ein Mädchen namens Willow. Ein Gespräch mit Monika Buttinger über diese Filme, ihre Kostüme und die Arbeit in ihrem Traumberuf.
Interview von Dominik Petzold
9 Minuten Lesezeit
© Constantin Film

Frau Buttinger, bei dem Film CORSAGE über Kaiserin Elisabeth stechen die Kostüme sofort ins Auge. War das ein absolutes Traumprojekt für eine Kostümbildnerin?

MONIKA BUTTINGER: Definitiv. Weil es ein Projekt mit Regisseurin Marie Kreutzer war, mit der ich sehr gerne und oft zusammengearbeitet habe, und weil ich dieses Drehbuch so wunderbar fand. Und der Film legt schon im Titel die Betonung auf das Kostüm. Das war sehr speziell.

 

Wie sind Sie bei der Recherche vorgegangen?

Die alten Sissi-Filme habe ich mir bewusst nicht angesehen. Ich habe mir viele historische Unterlagen, Modebücher und Modeskizzen aus der Zeit angeschaut, habe viel über Kaiserin Elisabeth gelesen und durfte mich mit einer Spezialistin des Wien-Museums zusammensetzen, die das Thema in- und auswendig kennt – nicht nur, aber auch die modische Seite.

 

Haben Sie sich dann an das historisch Verbürgte gehalten?

Nein. Mein Zugang ist immer, dass ich intensiv recherchiere und so gut wie möglich Bescheid weiß – um dann meine eigene Vision entwickeln zu können.

 

Vicky Krieps hat sich in ein Wespentaillen-Korsett gezwängt. Sie haben keine visuellen Effekte dafür eingesetzt. Sie musste sehr leidensfähig sein, oder?

Ja, und sie musste diese Corsage über einen längeren Zeitraum täglich tragen. Allerdings nicht den ganzen Tag über, es gab immer wieder größere Umbauten – und dann waren Kolleginnen sofort zur Stelle, haben das Korsett aufgeschnürt und sie konnte wieder frei agieren. Aber es war eine große Belastung für sie.

© Robert M. Brandstätter

Monika Buttinger

Mit BRUNO. DER JUNGE KREISKY haben Sie an einem weiteren historischen Film gearbeitet. Worin lag da der Reiz?

Bruno Kreisky war in Österreich eine prägende Persönlichkeit, aber über seine frühen Jahre wissen viele Menschen nur wenig. Dabei ist Bruno Kreisky einer der am besten dokumentierten Österreicher. Es gibt über ihn viele Bücher, auch seine Tagebücher aus dem Gefängnis wurden aufgelegt. Da kann man sich fein einarbeiten. Der Reiz lag darin, das so authentisch wie möglich umzusetzen, ohne die Vision und die Fantasie für einen zeitgenössischen fiktionalen Film zu verlieren.

 

Wieso könnte man die verlieren, wenn man alles authentisch umsetzt?

Weil man sich vielleicht zu sehr auf Dinge konzentriert, die für den Film nicht wichtig sind. Man muss immer die heutigen Sehkonventionen mitdenken. Es kann passieren, dass ein Kostümdetail authentisch ist, die Zuschauer aber irritiert und von der Handlung des Films ablenkt.

 

Können Sie ein Beispiel nennen?

Der Film PERLA spielt Anfang der 80er Jahre. Wenn man die Zuschauer durch die Kleidung – zum Beispiel die breiten Schultern – unbedingt darauf hinweisen wollte, dass der Film in dem Jahrzehnt spielt, könnte es passieren, dass sie an einem Kleidungsstück hängen bleiben und gar nicht verinnerlichen, was mit der Figur gerade passiert.

© Alamode Filmdistribution

Corsage

Bei dem Kinderfilm EIN MÄDCHEN NAMENS WILLOW haben sie auch fantastische Wesen gestaltet. In der Romanvorlage gibt es ein Zauberbuch namens Grimmoor. Im Film wurde eine Figur daraus. Wie haben Sie diese entwickelt?

Das war ein extrem lustvoller Prozess. Wir haben überlegt: Wie kann man ein Buch als Person darstellen? Da braucht es Materialien, die ähnlich sind wie Papier. Dann braucht es so etwas wie den Einband: Das könnte der Mantel sein. Der bekam dann noch goldene Prägungen – und so weiter. Der Entwicklungsprozess hat zwei, drei Monate gedauert. Ich habe übrigens geweint, als ich das Drehbuch gelesen habe, denn es berührt meiner Meinung nach so viele wichtige Themen für Kinder: Freundschaft, Familie, Lesen, die Wertigkeit von Büchern, den Umgang mit der Natur, auch den Umgang mit Menschen, die ein bisschen eigenwilliger sind.

 

Die Hauptfigur in GENTLE MONSTER spielt Weltstar Léa Seydoux. Wie haben Sie ihre Kleidung gewählt?

Bei GENTLE MONSTER ging es darum, eine angegriffene Frau zu zeigen – und nicht die wunderschöne, fast überideale Léa Seydoux. Es geht in dem Film um einen normalen Menschen in einer extremen Ausnahmesituation.

 

Aber in einer Ausnahmesituation liegt doch dieselbe Kleidung im Schrank wie sonst.

Ja, aber man wechselt vielleicht die Kleider seltener, überlegt sich nicht, wie man gerne aussehen möchte. Da gibt es zum Beispiel diese Hochzeit: Sie hat ein schönes grünes Seidenkleid an, aber diesen Lederjacken-Panzer darüber. Das würde man in einer anderen Situation wahrscheinlich nicht so kombinieren. Die Lederjacke wurde von einer sehr teuren Marke aus Österreich gesponsert, die ich im Vorfeld dafür gewonnen habe, mit uns zusammenzuarbeiten. Die Budgets sind ja immer überschaubar.

© Alamode Filmdistribution

Bruno. Der Junge Kreisky

Jedes Kleidungsstück Ihrer Figuren hat eine narrative Bedeutung. Aber manche Menschen machen sich viel weniger Gedanken über ihre Anziehsachen als andere. Wie wählen sie die Kleidung für solche Figuren?
Was einen großen Teil meiner Arbeit ausmacht, ist es, Menschen zu beobachten. Das mache ich gern, und wenn ich ein Drehbuch im Kopf habe, finde ich bei bestimmten Personen im Alltag kleine Details, die ich mit Charakteren in Verbindung bringe. Aber dann gibt es noch die Körperlichkeit der Schauspieler*innen. Oft hat man eine Idee im Kopf, und dann kommt eine Person, schaut ganz anders aus oder bewegt sich ganz anders, als man sich das vorgestellt hat, und man kann seine Idee verwerfen. Natürlich fragt man lange im Vorfeld Maße an und studiert die Schauspielerinnen in anderen Filmen. Und trotzdem steht dann manchmal jemand vor einem und man ist überrascht. Manchmal entwickeln sich also die Dinge während der Kostümproben in eine andere Richtung.

 

Wie viel Mitspracherecht haben die Schauspielerinnen und Schauspieler?

Grundsätzlich werden die Entscheidungen von mir und der Regisseurin oder dem Regisseur getroffen. Aber wenn eine Schauspielerin von bestimmten Kleidern blockiert wird, versucht man, miteinander eine Lösung zu finden. Oft ist aber das Gegenteil der Fall und die Schauspielerinnen sind total glücklich, weil sie über die Kostümproben ein Gefühl für die Figuren kriegen.

 

Sie müssen ihre Ideen mit der Regisseurin und anderen Gewerken wie Kamera und Szenenbild abstimmen. Das ist potenziell konfliktreich, oder?

Da geht es nicht um Eitelkeiten, sondern darum, dass die Visionen aller Beteiligten zusammenfinden, dass man an das Ganze denkt. Konflikte spielen sich in meinem Fall eher dort ab, wo es um Budgets und Zahlen geht.

 

Wird dem Kostüm in der Filmbranche die Bedeutung zugemessen, die es verdient?

Nein. Ich glaube, das liegt auch daran, dass das Gewerk Kostüm hauptsächlich von Frauen bekleidet wird und wurde. Das gleiche gilt für Maske und Szenenbild. Aber ich möchte betonen: Das ist Jammern auf hohem Niveau und da ist sehr viel im Umbruch – im Positiven.

© Constantin Film

Ein Mädchen namens Willow

Wie sind Sie zu dem Berufswunsch Kostümbildnerin gekommen?

Ich war ein sehr modeaffines Kind. Ich komme aus einer Familie mit fünf Kindern, das Haushaltsbudget war nicht üppig, also hat meine Mutter viel für uns genäht. Das hat mich schon früh interessiert. Und ich habe als Kind schon eigene Teile tragen dürfen, die meine Mutter entwickelt hat und bei denen ich manchmal ein Mitspracherecht hatte. Als Teenager habe ich viel von meinem Taschengeld in Mode oder spezielle Schuhe investiert. Mit 13 habe ich dann FELLINIS CASANOVA gesehen. Ich fand die Kostüme von Danilo Donati besonders und aufregend und dachte: Das ist genau das, was ich machen möchte. Dann habe ich überlegt, wie ich zu diesem Berufsziel kommen könnte.

 

Der Weg führte über die Kunstgewerbeschule und ein Modedesignstudium.

Es gibt leider in Österreich keine Ausbildung zur Kostümbildnerin – erstaunlicherweise, weil wir neben der Filmbranche auch ganz viele Theater haben. Deshalb musste ich einen Umweg nehmen. Beim Modedesign-Studium in Hetzendorf habe ich schon Filmkollektionen gezeichnet. Und im Nachhinein gesehen habe ich viel Glück gehabt, weil ich mir über diese Ausbildungen viele Tools erarbeiten konnte, die ich sehr gut brauchen kann. Ich habe zum Beispiel ein Jahr lang Lederverarbeitung gelernt. Ich könnte jetzt zwar keine tollen Taschen anfertigen, aber ich weiß vom Prinzip her, wie das funktioniert. Und damit weiß ich auch oft, was leicht möglich ist und was sehr aufwendig. Das ist in unterschiedlichen textilen Bereichen so.

 

Wie ging es dann beim Film für Sie los?

Mit einem Zufall. Ich habe einen Bekannten auf der Straße getroffen, der mir erzählt hat, dass ein guter Freund von ihm seinen ersten Kinofilm macht, GELBE KIRSCHEN. Und ich habe gesagt, das ist mein Traum. Wir haben dann zusammengefunden. Die leider kürzlich verstorbene Produktionsleiterin Monika Maruschko hat mich damals gefragt: Kannst du das? Ich habe ja gesagt, und sie antwortete: Gut, dann wirst du es machen. Sie wurde meine Mentorin.

© Alamode Filmdistribution

Gentle Monster

Sie hatten keine Zweifel, dass Sie das schaffen?

Nein. Ich wusste aber erst nach der Zusage, wer die Schauspieler waren: Josef Hader, Erwin Leder, Maria Hofstetter, Georg Friedrich, Martin Puntigam. Da wurde ich schon nervös. Josef Hader hat mir im Nachhinein erzählt, dass er sich amüsiert hat, weil ich so unglaublich nervös war, als wir uns das erste Mal gegenüberstanden. Ich habe ihn als Kabarettist wirklich verehrt. Bei der Produktion gab es dann viele Abläufe, die mir nicht so geläufig waren, aber ich hatte Gott sei Dank eine erfahrene Assistentin.

 

Sehen Ihre Kostüme auf der Leinwand immer so aus, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Ich sehe beim Dreh immer die Dailies, also die Aufnahmen, und manchmal dreht man dann noch an ein paar Schräubchen. Wenn man zum Beispiel feststellt, dass eine Farbe ein schöner Kontrast zu einem Raum ist, setzt man sie vielleicht öfter ein. Im Vorfeld finde ich Kameratests ganz essentiell. Da bekommt man ein Gefühl, wie alles wirkt. Aber diese Kameratests gibt es nicht immer – aus Kostengründen. Außerdem müssen dafür die Schauspielerinnen verfügbar sein. Im Zweifelsfall macht man die Kameratests mit Doubles, auch wenn das nicht ideal ist.

 

Welches Projekt würden Sie gern noch machen?

Ein Steckenpferd von mir sind die 1920er. Die habe ich bei BRUNO. DER JUNGE KREISKY ein bisschen gestreift, vor allem im Arbeitermilieu. Was ich gern noch machen würde, ist ein Western, und zwar aus einem europäischen Kontext heraus. Damals sind ja viele europäische Einflüsse nach Amerika gewandert. Man müsste also in einem Western nicht alles so stereotyp darstellen, wie wir es verinnerlicht haben.

Film-Kostüme von Monika Buttinger werden während des Festivals in der Schlossberghalle Starnberg und im Kino Gauting ausgestellt.

Alle Informationen zum Fünf Seen Filmfestival unter www.fsff.de

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Interview: Dominik Petzold
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Film
Commission
Bayern
News

Deutsche
Kinofilme
2026

An der Spitze: Extrawurst

Top 15


1

Extrawurst*

Verleih: Studiocanal
Start: 15.01.2026
Besucher*innen: 1.971.972


2

Woodwalkers 2*

Verleih: Studiocanal
Start: 29.01.2026
Besucher*innen: 1.234.769


3

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke*

Verleih: Warner Bros.
Start: 29.01.2026
Besucher*innen: 1.215.617


4

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde*

Verleih: MFA Film
Start: 08.01.2026
Besucher*innen: 1.212.040


5

Die Drei ??? – Toteninsel*

Verleih: Sony Pictures
Start: 22.01.2026
Besucher*innen: 1.185.229


6

Horst Schlämmer sucht das Glück

Verleih: Leonine
Start: 26.03.2026
Besucher*innen: 653.943


7

Ein Fast perfekter Antrag*

Verleih: Leonine
Start: 26.02.2026
Besucher*innen: 433.988


8

Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang**

Verleih: Leonine
Start: 14.05.2026
Besucher*innen: 271.133


9

Meine Freundin Conni – Abenteuer mit Kranich Klaus

Verleih: Senator / Central
Start: 14.05.2026
Besucher*innen: 262.154


10

Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen*

Verleih: Leonine
Start: 11.12.2025
Besucher*innen: 213.350


11

Pumuckl und das große Missverständnis*

Verleih: Constantin
Start: 30.10.2025
Besucher*innen seit 1.1.2026: 202.057


12

Rose*

Verleih: Piffl
Start: 30.04.2026
Besucher*innen: 165.428


13

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Verleih: X Verleih / Warner Bros.
Start: 11.12.2025
Besucher*innen seit 1.1.2026: 152.961


14

Return to Silent Hill*

Verleih: Leonine
Start: 05.02.2026
Besucher*innen: 134.650


15

Gelbe Briefe*

Verleih: Alamode
Start: 05.03.2026
Besucher*innen: 126.448


Besucherzahlen: 1.1.–26.7.2026, Quelle: AllScreens e.V

* wurden vom FFF Bayern gefördert
** nur FFF Verleihförderung

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Aktuelle
Starts

FÖRDER-
MELDUNG

Lesen Sie hier, welche Projekte der FFF Vergabeausschuss für die Film- und Fernsehförderung am 29. Juli 2026 empfohlen hat.

Liebe Leser*innen,

der Kinosommer und -herbst kann kommen! Der perfekte Urlaub, Das gewisse Etwas und Steckerlfischfiasko sowie Bibi Blocksberg – Die verrückte Zeitreise starten in den nächsten Monaten. Diese und die folgenden 16 Kinofilme hat der FFF Vergabeausschuss für die Film- und Fernsehförderung gestern im Bereich Verleihförderung empfohlen: Corpus Delicti, The Uprising und Jennerwein – Hochsaison (Leonine Studios), Lieblingsmenschen (X Verleih), Cliffhanger (Studiocanal), Mädchen in Uniform (Tobis), Kochschule Schwarz und Geister (Warner), Frau Winkler verlässt das Haus (Wild Bunch Germany), Gentle Monster (Alamode Film), Erinnerungen eines Waldes (Filmperlen), Tun und lassen (Filmwelt Verleihagentur), Das Geheimnis der gestohlenen Maske (Farbfilm), Kalter Hund (Weltkino), Wer weiß schon, was ein Leben ist? (W-Film Distribution) und Im Umkreis des Paradieses (Across Nations Filmverleih).

Insgesamt hat der Ausschuss gestern 41 Projekte mit 3,7 Mio. Euro empfohlen.

EINIGE DER IN DEN PHASEN DER PRODUKTION SOWIE DER PROJEKT- UND STOFFENTWICKLUNG EMPFOHLENEN PROJEKTE SIND:

 

Santa Habibi

Die junge Münchner Produktionsfirma Story Garden Film produziert einen Weihnachts-Kinofilm: Santa Habibi erzählt davon, wie das Familienleben von Rosa und Yussef kurz vor Weihnachten zu entgleisen droht, als Yussefs Mutter mit Gebetswecker und null Verständnis für stille Nächte einzieht. Regie führt Alireza Golafshan, der auch mit Hassan Akkouch das Drehbuch verfasst hat. Der Großteil der Dreharbeiten wird in Bayern stattfinden.

 

Heile Welt

Zeitsprung Pictures
produziert die TV-Serie für das ZDF: Als die 26-jährige Pflegekraft Sara Winter von einer ehrgeizigen Schlager-Managerin entdeckt wird, gerät ihr beschauliches Leben aus den Fugen. Zwischen kleinbürgerlicher Provinz und glitzernder Showbühne kämpft sie um Anerkennung, Identität und bedingungslose Liebe. Regie führen Esther Bialas und Nathan Nill nach einem Drehbuch von Anne Haug und Jana Raschke.

 

Youth

Das Serienvorhaben der Münchner Produktionsfirma Nordpolaris erzählt von der Jugend der Geschwister Scholl: Ein kurzes Leben zwischen Lebenslust und Todesmut in den Jahren 1935 bis 1943. Wie wurden aus frenetischen Hitlerjugend-Anführern die bekanntesten deutschen Widerstandskämpfer? Idee und Drehbuch stammen von Justina Jürgensen. Der FFF Bayern förderte bereits die Entwicklung des Projekts, nun geht es in die Produktionsphase. Bayern gehört zu den Drehorten. Als Sender sind BR, NDR, WDR, SWR  und Arte beteiligt.

 

Munich Disco – I feel Love

Das Dokumentarfilmvorhaben von Autor und Regisseur Reto Caduff erzählt die Geschichte der Disco-Revolution. Elektronische Tanzmusik, die in einem Münchner Studio begann, breitete sich über Paris und Mailand bis nach New York aus. Eine Hommage an eine Ära mit allen großen Stars und Hits des Disco-Jahrzehnts, aber auch an die queere Befreiung und weibliche Selbstermächtigung, die der elektronische Discosound mit sich brachte. Realisieren wird das Projekt die Firma Sugar Town Filmproduktion.

 

Manatee

Lydia pflegt ihren dementen Mann und lebt isoliert. Als sie auf eine Gruppe selbstbestimmter Witwen trifft, entdeckt sie eine Radikalität, die ihr Angst macht aber auch befreiend wirkt. Davon erzählt Regisseurin Anna Roller in diesem Kinodrama nach einem Drehbuch, das sie mit Mireya de Jahnsen schrieb. Der FFF Bayern förderte bereits die Stoffentwicklung des Projekts. Produziert wird der Kinofilm von der preisgekrönten Münchner Firma Kalekone Film mit internationalen Partnern. Mehr als die Hälfte der Drehtage ist in Bayern geplant.

 

Mama, bitte lern Deutsch

Tahsim Durguns gleichnamiger Bestseller wird vom Münchner Produktionsunternehmen Constantin Film auf die große Leinwand gebracht: Tahsim, ein kurdischer Junge, wird zum Dolmetscher seiner analphabetischen Mutter Xatun im deutschen Behördendschungel, wo jedes falsche Wort über ihre Zukunft entscheidet. Zwischen Amtssprache und Wirklichkeit muss Tahsim früh Verantwortung übernehmen, Dinge glätten, verschweigen und für seine Mutter
entscheiden – und entfernt sich dabei Schritt für Schritt von ihr. Regie führen wird Hüseyin Tabak nach einem Drehbuch von Jan Berger.

 

Komplizinnen

Das Dokumentarfilmprojekt Komplizinnen der Münchner Produktionsfirma PSSST! Film begleitet Menschen, die sich für die Ausweitung frauenspezifischer Medizin in Lateinamerika und darüber hinaus einsetzen. Regie führt Paola Calvo, die mit Patrick Jasim auch für das Drehbuch verantwortlich ist.

 

Die Glücksagenten

Autor Marcus Pfeiffer entwickelt mit der Münchner Produktionsfirma Polle & Hofmann Pictures seinen neuen Stoff: Ein vom Leben enttäuschter „Warteprofi“ wird von der streng geheimen „Bundesagentur für Glück“ (BfG) rekrutiert, mit der Aufgabe, Deutschland wieder zufriedener zu machen. Sein wichtigster Fall: die zynischste Podcasterin des Landes glücklich machen, in die er sich ausgerechnet verliebt und damit nicht nur ihre Laune aufs Spiel setzt, sondern die einer ganzen Nation.

 

Aus dem Schatten

Die beiden preisgekrönten Journalisten Frederik Obermaier und Bastian Obermayer entwickeln mit der Firma Paper Trail Media den Stoff für einen Dokumentarfilm: Einer der wichtigsten Whistleblower dieser Welt erzählt seine ganze Story, und schreibt damit ein spektakuläres Kapitel der Geschichte neu.

 

Beate Uhse – Der erste Sexshop der Welt

Autorin Karla Cristóbal und die preisgekrönte bayerische Produktionsfirma Maverick Film entwickeln den Stoff für einen Kinofilm: Als sie eine Anstellung im ersten Sexshop der Welt annimmt, bricht die junge Charly aus dem Korsett des bürgerlichen Familienlebens der Sechzigerjahre aus. Aber an der Seite ihrer prominenten Chefin Beate Uhse droht ihr Kampf um sexuelle Freiheit genau dort zu enden, wo Erfolg und Geschäft über allem stehen.

 

Meine Freundin Lotte

Lieblingsfilm
mit Sitz in München entwickelt mit Autorin Martha Münder und Regisseurin Kerstin Polte ein Projekt über die Malerin Lotte Laserstein und ihr Lieblingsmodel Traute Rose, ehemals unzertrennliche Freundinnen und Gefährtinnen. Im Kinofilm treffen die beiden Frauen in ihren Sechzigern im schwedischen Exil aufeinander. Ein Wechselspiel aus Anziehung und Abstoßung, Begehren und Freundschaft, Erinnern und Vergessen beginnt.


Alle gestern empfohlenen Projekte finden Sie hier.

 

Nun stehen in Bayern die Sommerferien vor der Tür, und wir freuen uns auf das Kino Open Air in Starnberg sowie das 20. Fünf Seen Film Festival. Überhaupt gibt es in diesem Jahr etliche erfreuliche Jubiläen: der FFF Bayern ist 30 Jahre alt geworden, ebenso wie Crew United, das Breitwand Kino wird 40, genau wie die Medientage München, die sich in diesem Jahr der digitalen Souveränität und technologischen Unabhängigkeit der Medienbranche widmen. Und die Hofer Filmtage werden 60!

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre dieser Film News Bayern-Ausgabe und freue mich, wenn wir uns im Kino sehen!

Ihre Dorothee Erpenstein

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Redaktion: Dr. Olga Havenetidis
Gestaltung: Schmid/Widmaier

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Creative
Europe
Desk
München
News

Epizentrum der deutschen Film­industrie

95.000 Besuche und David Duchovny zum Abschluss: Das 43. Filmfest München ging Anfang Juli enthusiastisch zu Ende. Zehn Tage lang wurde die Stadt mit dem neuen Festivalzentrum in der HFF München zum Treffpunkt für Filmbegeisterte und die internationale und nationale Branche. Ein Gespräch mit dem Leitungsduo am Tag 1 nach dem Festivalende.
Interview von Olga Havenetidis
9 Minuten Lesezeit
© Kurt Krieger / Filmfest München

Wir haben heute Tag 1 nach dem Festival. Wie gehts Euch?

Christoph Gröner: Wir sind euphorisch, glücklich und natürlich auch müde. Aber wir können noch gar nicht richtig loslassen, weil die letzten zehn Tage einfach sehr intensiv und inspirierend waren…

Julia Weigl: Erstmal schnaufen wir kurz durch und verarbeiten das Erlebte. Wir gehen sehr inspiriert aus dieser Edition und waren direkt auf dem Kulturempfang der Landeshauptstadt München unterwegs und eröffnen das Open Air auf dem Königsplatz. Denn nach dem Filmfest heißt direkt vor dem Filmfest.

 

Egal wo man war, Ihr wart schon da oder kamt sogleich, wie zwei Drohnen, die über dem Festival fliegen. Wie war Euer Blick von dort aufs Festival?

JW: Wir wollen einfach so viel Support wie möglich zeigen während dem Filmfest. Da ist es uns wichtig, so viele Veranstaltungen wie möglich zu besuchen.

CG: Natürlich schaffen wir leider nie alle. Aber der Blick auf alle Events, die im Rahmen des Filmfests stattfinden, ist fantastisch. Wir haben tolle Begegnungen erlebt, viele Gespräche geführt und wollten natürlich dort sein, wo zum ersten Mal wieder neue Begegnungsmomente kreiert wurden, auf neuen Parties und bei besonderen Diskussionen und Empfängen, ob zur Feier des Minitraité oder bei unserem erstmals stattfindenden Pitching-Format First Cut+.

JW: … und was uns am meisten freut: die Stimmung war positiv und der Zukunft zugewandt!

Die HFF München bildete das neue Festivalzentrum

Viele Vorstellungen wirkten extrem voll. Wie hoch war die durchschnittliche Auslastung?

CG: Tatsächlich hatten wir eine beeindruckende Auslastung in diesem Jahr, der Zuspruch von Branche und Publikum war immens! In der Reihe Neues Deutsches Kino war es besonders hoch. Da lag die Auslastung bei 80%. Aber wir haben quer durch alle Reihen deutlich zugelegt.

JW:  Wichtig bleibt uns gleichzeitig, besondere Momente zu kreieren, die ein konzentriertes Publikum erreichen. Die Ausstellung zu Krakatoa im Haus der Kunst ist da ein fantastisches Beispiel. In einem kleineren Ausstellungsraum kamen über mehrere Tage ständig neue Besucher zusammen – diese Form von Genauigkeit neben den großen Kinosälen macht unsere Mischung aus.

 

Das Wetter ging diesmal von Rekordhitze über Starkregen in angenehme trockene Wärme über. Welche Auswirkungen hatten diese Schwankungen auf den Verlauf der Edition?

JW: Die sommerliche Hitze gehört mittlerweile zur Identität und Atmosphäre des Filmfests. In den letzten Jahren sind wir immer mit rund 35 Grad gestartet. Da kühlt man sich gerne im angenehmen Kinosaal ab. Festival bedeutet immer auch Rock’n’Roll und Improvisation, das hat auch diese Edition wieder gezeigt. Da müssen Fotosituationen wegen Gewitter spontan komplett umgebaut werden, Flüge umgebucht und nasse Gäste wieder ins Trockene gebracht werden.

CG: Da sind wir unheimlich stolz auf unser ganzes Team, das wirklich auf jede Witterung und Veränderung mit viel Energie und Kreativität reagiert!

 

Wie hat sich die HFF München als neues Festivalzentrum bewährt?

CG: Wir haben die HFF München für diese Tage zum Epizentrum der deutschen Filmindustrie gemacht, alle Förderer, alle Sender waren hier bei Empfängen und Diskussionen vertreten. Das ist natürlich ganz im Sinne der Mission und des Selbstverständnisses der HFF, den Nachwuchs mit der Branche zusammenzubringen. Wir sind als Festival einfach dankbar, dass es da diese große Offenheit von Präsident Daniel Sponsel, Kanzlerin Gilla Sommerrock, dem Kollegium und den Studierenden dafür gibt.

JW: Für diese Zeit wird die HFF transformiert und bildet mit dem Amerikahaus zusammen, in dem es mehr Publikumsformate gibt, wirklich ein pulsierendes Festivalzentrum im Kunstareal. Damit ist Platz für alle Bedürfnisse von Filmkultur und Filmbranche, auch der in Ausbildung.

© Joel Heyd / Filmfest München

Toni Servillo beim Filmtalk im Theatersaal im Amerikahaus

Was hat aus Eurer Sicht bei den Industry Days unter der neuen Leiterin Alina dieses Mal besonders gut funktioniert?

JW: Sehr, sehr vieles. Sie hat mit frischem Blick unserem Industrieprogramm eine vertiefte, genaue Struktur gegeben, an vielen Stellschrauben gedreht. So wurde einfach sehr schnell viel sichtbarer, was München seit Jahren prägt: Wir sind die Nr. 1 Plattform des deutschen Films und bieten internationale Vernetzung.

CG: Wir sind über diesen Zuspruch sehr dankbar, und sehr glücklich, dass Alina Götzlich nach ihren Anfängen bei uns jetzt zu uns zurückgekehrt ist – und damit das Filmfest bereits sehr gut kannte. Insofern ist auch diese wichtige Harmonisierung nach Innen aus dem Stand wunderbar geglückt. Und auch auf der internationalen Ebene sind alle Elemente gewachsen, von der CineCoPro Conference bis hin zu unserer ersten Edition von First Cut+.

 

Was waren bei den ganzen Branchentalks immer wiederkehrende Themen?

JW: Überall wird nach frischen Ideen gesucht, nicht nur der Status Quo dokumentiert. Von der Creators Conference ganz am Anfang zu Ideen für junge Produktionsweisen am Ende der Woche war dies überall spürbar. Es geht immer um Zukunftsperspektiven!

CG: Und natürlich ist klar, dass die Themen Investitionsverpflichtung und Jobs in der Film- und Medienbranche überall diskutiert werden. Zum Glück mit einer guten Portion Optimismus.

 

Wie wurde das Angebot von Isar Jump und Yoga angenommen?

CG: Diese Angebote betonen die Sommerlichkeit unseres Festivals, unsere lockere Atmosphäre, die Zugänglichkeit von uns als ganzes Team. Wir haben beim Sprung in die Isar Gäste aus NRW und Hamburg erstmals kennengelernt und sogar eine Vertreterin einer indischen Postproduktions-Firma.

JW: Wichtig ist dabei, dass wir möglichst viele Momente der Begegnung schaffen wollen. Die gibt es auch vor den Kinos, in den Gärten von HFF und Amerikahaus, am Pavillon 333 und an vielen weiteren Orten. München steht für diese Momente der lockeren Zufallsbegegnung, aus denen Kreativität und Vernetzung entsteht. Kurze Distanzen, große Wirkung.

Immer gut drauf wie am ersten Tag: die künstlerische Leiterin Julia Weigl und Festivaldirektor Christoph Gröner

Welchen Mehrwert bildet die Initiative Munich Beyond für das Filmfest München?

CG: Im Jahr 2019 hat das Filmfest München einmal allein eine Reihe für XR auf die Beine gestellt. Daher wissen wir: Dieses fantastische, innovative Experimentierfeld ist kapitalintensiv und braucht besondere Betreuung und Expertise. Das ist einfach auf vielen Schultern viel besser verteilt. Und da sind wir für unsere Kooperationspartner sehr dankbar: vom Festival der Zukunft, XR Hub Bavaria, FFF Bayern, bis hin zum Residenztheater.

JW: Das Festival der Zukunft hat fast 15.000 Besuche gezählt, viele davon bei unserem gemeinsamen XR-Sektion Munich Beyond. Gemeinsam können wir zeigen, was der Medienstandort München bzw. Bayern alles zu bieten hat. Dieser Zeitraum im und am FILMFEST MÜNCHEN bietet uns die Möglichkeit, alle erzählerischen und technischen Möglichkeiten auszuloten, zu feiern, weiter zu diskutieren und zu entwickeln.

 

Es war übrigens nach meiner Einschätzung das erste Mal, dass ein parallel stattfindendes sportliches Großereignis überhaupt niemals Thema und komplett egal war. Filmfest war einfach wichtiger. Wie habt Ihr das geschafft?

CG: Die späten Spielzeiten haben uns natürlich in die Karten gespielt, da war der Fokus einfach komplett auf dem Filmfest. Zu keinem Zeitpunkt war es ein Thema bei den Teams, die Premiere hatten. Und bei den nächtlichen Empfängen und Partys konnte ab und zu nebenbei Fußball geguckt werden.

JW: Dass die Kinos noch einmal in einem WM-Jahr voller wurden, ist schon sehr toll für uns. Eine noch genauere Kommunikation auf Social Media und über andere digitale Kanäle – wir haben zum ersten Mal auch einen Filmfinder angeboten, ein KI-gestütztes Tool zum Empfehlungsmanagement – hat da sicherlich geholfen.

 

Hattet Ihr persönliche Lieblingsmomente?

JW: Die Begegnung mit Pedro Almodóvar war einzigartig. Viele aus dem Team hatten sich unheimlich auf ihn gefreut, mich eingeschlossen. Denn seit vielen Jahren begeistert er uns alle mit seinen großartigen und sehr eigenwilligen Kinovisionen. Ihn das allererste Mal in der Stadt von Rainer Werner Fassbinder begrüßen zu dürfen, war ein außergewöhnlicher Moment.

CG: Und am Ende der Woche David Duchovny in München, der ebenfalls endlos lange Autogramme gab und dann auf wunderbare Art und Weise poetisch und anti-trumpisch über die Kraft des Verlierens sprach, war ziemlich magisch. Als wir fertig waren mit diesen zehn Tagen, konnten wir kaum fassen, wer alles tatsächlich seinen Weg nach München gefunden hatte. Toni Servillo, Haley Bennett, Ira Sachs und Arnaud Desplechin, Sandra Hüller und Paweł Pawlikowski. Und so viele mehr.

© Filmfest München Kurt Krieger

Sandra Hüller, Hauptdarstellerin im Eröffnungsfilm Vaterland am Eröffnungsabend im Gasteig HP8 

Nun geht es gleich an die Arbeit für das Festival of Future Storytellers im November. Was könnt Ihr uns jetzt schon zum Planungsstand sagen?

JW: Das Festival ist unsere große Spielwiese, bei der uns immer die Frage leitet: Wie inspirieren wir die neue Generation junger Filmemacher:innen, wie feiern wir sie? Wir haben schon erste Ideen für interessante Labs und neue Formate …

CG: Aber dazu müssen wir uns als Team kurz sammeln. Klar ist: Wir wollen allen Studierenden aus dem ganzen deutschsprachigen Raum die Möglichkeit geben, mit jungen Gästen aus aller Welt ihre Werke zu diskutieren und zu feiern. Dieser globale Austausch mit den Talenten als unsere Stars, ganz im Zentrum, macht uns in Deutschland einzigartig.

 

Außerdem war zu hören, es würde wieder eine Tagung zu Diversität in Tutzing geben. Könnt Ihr uns hierzu schon was verraten?

JW: Wir wurden von vielen Branchenvertreter:innen angesprochen, dass es an der Zeit ist, dass wir die Tagung wieder durchführen. Unsere Demokratien sind noch mehr in Gefahr, das Thema Diversität und Teilhabe rückt wieder in den Hintergrund. Da wollen wir gemeinsam mit wichtigen Menschen aus der Filmbranche und Kulturexpertinnen darüber sprechen. Und natürlich wieder an unserem magischen Ort, der Evangelischen Akademie Tutzing.

 

Und welche Festivals besucht Ihr in den nächsten Monaten, um das 44. Filmfest München vorzubereiten?

CG: Los geht es für uns wieder mit Venedig Anfang September, der beste Zeitpunkt, um das Filmfest mit etwas Abstand Revue passieren zu lassen und für die neue Edition wieder loszulegen.

JW: Für mich geht es im Anschluss direkt nach Toronto, denn der neue tiff – the market interessiert uns natürlich sehr!

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Text und Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Auszeich­nungen an Filme für die Mensch­lichkeit

#2/26

FILM NEWS
BAYERN

DAS MEDIENMAGAZIN DES FFF BAYERN
FILM, SERIE, GAMES UND XR
Erschienen am 30. Juli 2026

FÖRDERUNG

CREATIVE EUROPE DESK MÜNCHEN

Lesen Sie hier mehr zu aktuellen Förderergebnissen, kommenden Einreichmöglichkeiten, Fortbildungsangeboten für die Branche und aktuellen Entwicklungen im Bereich Stoffentwicklung für Film und Serie.

STANDORT

„AUFBRUCH, KEINE NOSTALGIE­VERWALTUNG“

30 Jahre FFF Bayern, 30 Jahre Crew United, 40 Jahre Breitwand Kino, 20 Jahre Fünf Seen Film Festival – das sind noch nicht alle Jubiläen in diesem Jahr. 60 Jahre Hofer Filmtage! Ein Gespräch mit Direktor Thorsten Schaumann und der Trägerverein-Vorsitzenden Ana Radica über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des legendären Filmfestivals.

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JEDER ORT KANN FÜR DEN FILM ERSCHLOSSEN WERDEN

Nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr ging es in die Fortsetzung: Der 2. Münchner Filmgipfel fand unter dem Titel „Outside the Box: Neue (Denk)Räume für Filmkultur“ im Rahmen des 41. DOK.fest München statt. Einer der wichtigsten Begriffe an dem Vormittag: „dritte Orte“.

DER STOFF, AUS DEM GESCHICHTEN SIND

Das Fünf Seen Filmfestival feiert 20. Jubiläum: Vom 3. bis 13. September laufen in Starnberg, Gauting, Seefeld und Weßling über 150 Filme. Und wie immer richtet Festivalleiter Matthias Helwig Werkschauen für Ehrengäste aus: für die Hannelore-Elsner-Preisträgerin Luna Wedler, Christian Petzold, Marcus H. Rosenmüller und die preisgekrönte Kostümbildnerin Monika Buttinger. Sie präsentiert beim Festival etwa Gentle Monster, Corsage und Ein Mädchen namens Willow. Ein Gespräch mit Monika Buttinger über diese Filme, ihre Kostüme und die Arbeit in ihrem Traumberuf.

AKTUELLE STARTS

FFF-geförderter Projekte

PRODUK­TION

NIEDERKALTEN­KIRCHEN IST ÜBERALL

Am 13. August kommt Steckerfischfiasko ins Kino, der zehnte Film rund um Dorfgendarm Franz Eberhofer. Produzentin Kerstin Schmidbauer blickt auf die erstaunliche Erfolgsgeschichte der bayerischen Komödienreihe zurück

TON MIT GENRE-AMBITION

Das Studio Cobalt Lane bringt Audiokunst mit Game Design zusammen und erfindet ganz nebenbei noch ein neues Genre auf der Shopplattform Steam mit. Mit Imprinted erkunden die Münchner die Leiden eines Tonmeisters, der lieber Musiker wäre – doch über einen Restaurationsjob in die Abgründe der Verschwörungen driftet.

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VERAN­STALTUNGEN

EPIZENTRUM DER DEUTSCHEN FILMINDUSTRIE

95.000 Besuche und David Duchovny zum Abschluss: Das 43. FILMFEST MÜNCHEN geht Anfang Juli enthusiastisch zu Ende. Zehn Tage lang wurde die Stadt mit dem neuen Festivalzentrum in der HFF München  zum Treffpunkt für Filmbegeisterte und die internationale und nationale Branche. Ein Gespräch mit dem Leitungsduo am Tag 1 nach dem Festivalende.

„UNSER KONZEPT IST AUFGEGANGEN“

Im Mai ging das DOK.fest München zum ersten Mal unter der Leitung von Adele Kohout und ihrer Stellvertreterin Maya Reichert über die Bühne. Der Eröffnungsfilm von Regina Schilling über Ingeborg Bachmann läutete gleichzeitig den 100. Geburtstag der Schriftstellerin ein. Ein Gespräch mit den beiden Leiterinnen über das Neue und das Bewährte.

FESTIVAL DE CANNES: FFF-GEFÖRDERTER FILM IM WETTBEWERB

Marie Kreutzers neuer FFF-geförderter Kinofilm „Gentle Monster“ lief im Wettbewerb des Festival de Cannes. Der FFF-geförderte Talentfilm „Vaterland oder ein Bule namens Yanto“ gewann den Canal+-Award der Reihe Semaine de la Critique. Der FFF Bayern begrüßte die Teams bei zwei Fachveranstaltungen an der Croisette.

FILM NEWS BAYERN – das Medienmagazin des FFF Bayern
Film, Serie, Games und XR | #2/26 |
www.fff-bayern.de

Redaktion: Dr. Olga Havenetidis (v.i.S.d.P.)
Autor*innen dieser Ausgabe: Dunja Bialas, Julien Hebenstreit, Jürgen Moises, Dominik Petzold, Christina Raftery, Anja Schmidt,
Anna Steinbauer, Pascal Wagner, Kathrin Winter

Header: Lügen über meine Mutter
© Tobis

Anzeigen: Veronika Barthelmess

Creative
Europe
Desk
München
News

Lesen Sie hier mehr zu aktuellen Förderergebnissen, kommenden Einreichmöglichkeiten, Fortbildungsangeboten für die Branche und aktuellen Entwicklungen im Bereich Stoffentwicklung für Film und Serie.
8 Minuten Lesezeit

Der Creative Europe München Desk informiert und berät zu den Fördermöglichkeiten des Programms Creative Europe MEDIA, mit dem die Europäische Kommission die Film- und Games-Branche unterstützt.

 

Förderergebnisse im Bereich Innovation

Neben der Unterstützung in der Entwicklung, Produktion und Distribution von Filmen und Games fördert Creative Europe auch Softwarelösungen oder neue Geschäftsmodelle für die Film- und Gamesbranche – und zwar über die Schienen „Innovative Tools and Business Models“ und „Creative Innovation Lab“.

Die Ergebnisse 2026 für „Innovative Tools and Business Models“ zeigen, dass bayerische Unternehmen im gesamteuropäischen Vergleich hervorragend abschneiden und damit einen mehrjährigen Trend fortsetzen. Unter den elf europaweit geförderten Projekten dieser Förderlinie sind vier deutsche Unternehmen vertreten. Davon kommen drei aus Bayern und erhalten insgesamt 2.583.453 Euro, was 25 Prozent der in diesem Call europaweit vergebenen Fördermittel entspricht.

Die Münchener Remote Control Productions GmbH konnte mit ihrem Angebot zur datenbasierten Marktanalyse für europäische Games-Entwickler*innen überzeugen, die diesen unter anderem erstmals die Automatisierung der regionalen Preisgestaltung in mehr als 40 europäischen Territorien ermöglicht, und erhält dafür 874.430 Euro.

Die Benjamin Lochmann New Media GmbH aus Nürnberg wurde wie bereits 2023 mit ihrem „Contacts Tool“ gefördert. Die Weiterentwicklung des Influencer-Marketing-Tools für die Kampagnen von Videospielen wird mit 846.817 Euro unterstützt.

An Stream-Punk GmbH in Eurasburg gehen 862.206 Euro für ihr Livestream-Overlay Tool, mit dem europäische unabhängige Game Studios mit ihren Zielgruppen während Livestreams auf Twitch, You Tube Live und bei Gaming Events direkt interagieren und die Nutzerdaten analysieren können. Damit werden Marketing Tools für unabhängige europäische Entwickler zugänglich, wie sie bisher nur den großen außereuropäischen Playern zur Verfügung standen.

© 2025 MR. FIELDS AND FRIENDS CINEMA S.L / BAMBU PRODUCCIONES S.L / RONDALLAS MOVIE A.I.E

„So klingt das Leben“ behandele auf so gesunde, liebevolle und witzige Weise schwierige Themen, dass man lächelnd und mit tollen Ohrwürmern aus dem Kino gehe, urteilt BR Klassik. Seit dem 16. Juli zeigt Alamode Film die MEDIA geförderte Tragikomödie in den deutschen Kinos.

Förderergebnisse European Slate Development

Drei unabhängige Produktionsfirmen aus Bayern erhalten 2026 Förderung im Bereich „European Slate Development“, welche die Entwicklung von drei bis fünf Projekten unterschiedlicher Genres und Formate unterstützt: Die Claussen+Putz Filmproduktion GmbH und die Maze Pictures erhalten jeweils 270.000 Euro für die Entwicklung ihrer Slates von Projekten; die Lieblingsfilm GmbH 255.000 Euro. Europaweit wurden 2026 fast 300 Slate Development Förderanträge gestellt, von denen 96 gefördert werden konnten.

© Alamode Film

Im Call „European Slate Development“ wurde 2023 auch Christian Mungius Film FJORD mit Renate Reinsve (Sentimental Value) und Sebastian Stan (The Apprentice) gefördert. Alamode Film bringt den Goldene Palme-Gewinner der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes ab dem 7. Januar 2027 in die deutschen Kinos.

Neue Förderaufrufe 2027

Die Einreichfristen für die Creative Europe MEDIA-Förderaufrufe 2026 sind abgelaufen.

Ende September 2026 werden die neuen Förderaufrufe für das Förderjahr 2027 erwartet – für Updates abonnieren Sie gerne unseren Newsletter oder schreiben Sie uns eine kurze E-Mail um in unseren Verteiler aufgenommen zu werden.

Einen Überblick über die verschiedenen Förderschienen erhalten Sie in unserer aktuellen Get Funded-Broschüre oder auf unserer Homepage.

 

Auf folgende Förderlinien können sich deutsche Antragsteller 2027 bewerben:

Unabhängige Produktionsfirmen können European Slate Development oder European Co-Development (Entwicklungsförderung) und TV and Online Content (Produktionsförderung) beantragen.

Als Game-Studio ist die Förderschiene Video Games and Immersive Content Development für Sie relevant.

Für Verleih und Vertrieb gibt es die Förderlinien European Film Distribution, European Film Sales sowie Films on the Move, während Kinobetreiber:innen sich um Aufnahme in das unter Networks of European Cinemas geförderte europäische Kinonetzwerk Europa Cinemas bewerben können. Filmfestivals können 2027 wieder die European Festivals-Förderung beantragen.

Förderschienen für digitale Innovation sind Innovative Tools & Business Models sowie Creative Innovation Lab.

Fortbildungsangebote für die europäische Film- und Gamesbranche werden von Creative Europe unter Skills & Talents Development gefördert; der Call Audience Development & Film Education unterstützt Initiativen zur Publikumsgewinnung und  -bindung und Filmbildung.

Außerdem bietet Creative Europe Förderung im Bereich der Nachrichtenmedien, Desinformations-Bekämpfung und Medienkompetenz an. Ausschreibungen sind 2027 geplant in den folgenden Bereichen: NEWS – Media Literacy sowie NEWS – Journalism Partnerships – Collaborations / Pluralism.

© Ronny Heine / Filmfest München

Beim Panel „Rewriting the Creative Process?“ auf dem Filmfest München: Maria Cervera, Claudia Blümhuber und Moderator Gerhard Maier

Rewriting the
Creative Process?

Veranstaltung des Creative Europe Desk München beim Filmfest

Wie kann man das Feedback von Communities, die Filme und Serien nicht nur passiv konsumieren, sondern sich auf Social Media aktiv über diese austauschen und Inhalte teilen, in den Prozess der Entwicklung von Filmen und Serien einbeziehen?

Für das Panel „Rewriting the Creative Process? Wenn das Publikum mitentwickelt“ befragte Moderator Gerhard Maier (Seriencamp) dazu auf der Bühne des Kino 1 der HFF München zwei international erfahrene, maßgebliche Stimmen aus Europa:

Maria Cervera, freie Produzentin und Creative Consultant mit beruflichen Stationen u.a. bei Paramount International (mit Projekten wie Simon Beckett‘s Die Chemie des Todes) und Netflix (wo sie spanischsprachige Serien wie Elite oder Die Telefonistinnen kreativ betreute); sowie Claudia Blümhuber, Showrunnerin und Regisseurin u.a. der Emmy-gekrönten Serie Fallen und Geschäftsführerin der Silver Reel Partners, die hinter Golden Globe-Gewinnern und Oscar-nominierten Erfolgen wie Die Frau des Nobelpreisträgers und Loving Vincent steht.

Hier geht es zu einem ausführlichen Rückblick des Events auf der Homepage der Creative Europe Desks Deutschland.

Get Trained

Aktuelle Fortbildungsmöglichkeiten für die Branche

Gerade in unserer sich ständig wandelnden Branche können Fortbildungen, Seminare und Workshops dabei helfen, informiert zu bleiben und neue Potentiale auszuschöpfen. Zugleich bieten internationale Weiterbildungen auch die Gelegenheit zum Knüpfen nachhaltiger Kontakte mit Kolleg:innen im Ausland.

Creative Europe MEDIA unterstützt aktuell 75 verschiedene Weiterbildungsangebote für Professionelle der europäischen Film- und Gamesbranche: vom Script Development für Kinderfilme bis zum souveränen Verhandeln von Verträgen.

In unserer aktuellen Broschüre haben wir die vielfältigen Angebote in ganz Europa für Sie auf einen Blick zusammengestellt. Im Folgenden finden Sie einen kleinen Einblick in die Angebote für die einzelnen Zielgruppen.

PRODUZENT*INNEN

… mit Interesse an internationaler und europäischer Koproduktion können ihre Kenntnisse und ihr Netzwerk z.B. beim Atelier Ludwigsburg-Paris (für Produktionsnachwuchs) oder EAVE sowie dem Erich Pommer Institut (für etablierte Produzent:innen) ausbauen, das sich zusätzlich mit seinem Programm Audiovisual Women speziell an Produzentinnen richtet.

Interessant für Produzent:innen wie auch für Autor:innen sind die vielfältigen Trainingsangebote zur Nutzung von KI in der kreativen Arbeit, wie z.B. MIDPOINT – Focus AI oder auch Mastering AI for European Film Professionals der National Film School of Denmark.

 

DOKUMENTARFILMSCHAFFENDE

… können von Programmen und Netzwerken wie EURODOC und IDFAcademy sowie von den Talentprogrammen CPH:Lab und Emerging Producers profitieren. Speziell an Frauen richtet sich der CIRCLE Women Doc Accelerator, bei dem die Projektentwicklung im Vordergrund steht. Wer aus dem Dokumentarischen kommend erste Schritte in Richtung fiktionaler Produktion unternehmen möchte, für den ist LIM-Less is More interessant.

 

SERIENMACHER*INNEN

… stehen im Focus von u.a. Serial Eyes, SeriesLab (TorinoFilmLab) und Series Mania‘s EUREKA SERIES. Wer sich zur Leiter:in eines Writer‘s Rooms fortbilden lassen möchte, kann sich beim European Showrunner Programme bewerben. Das Erich-Pommer-Institut hat mit Series‘ Women zudem ein speziell an Serienmacherinnen gerichtetes Programm im Angebot.

© MR. FIELDS AND FRIENDS CINEMA S.L / BAMBU PRODUCCIONES S.L / RONDALLAS MOVIE A.I.E

Seit dem 16. Juli im Verleih von Alamode Film in den deutschen Kinos: So klingt das Leben. Die musikalische Dramedy war in ihrem Herkunftsland Spanien ein großer Publikumserfolg.

DREHBUCHAUTOR*INNEN

… haben die Qual der Wahl unter einer Vielzahl von Angeboten, häufig ergänzt um thematische Blöcke für Produzent*innen. Wer Komödien schreibt, findet u.a. beim ComedyLab des Torino Film Lab oder bei MIDPOINT – Feature Launch Unterstützung für die weitere Drehbucharbeit. Projekte für Kinder können Autor:innen u.a. bei Cinekid Script Lab einreichen.

 

REGISSEUR*INNEN

… können sich projektbasiert u.a. beim FeatureLab (TorinoFilmLab) und Cinekid Directors LAB weiterbilden. Filmemacher, die vor ihrem ersten oder zweiten Spielfilm stehen, können sich für das vom Filmfestival von Cannes ausgerichtete Programm The Residence bewerben und ihren Stoff in Paris entwickeln.
Auch einige der oben erwähnten Programme für Drehbuchautor*innen haben Module für die Regie.

 

ANIMATIONSFILMSCHAFFENDE

… im Nachwuchsbereich profitieren von Kursen bei Cartoon Springboard. Erfahrende Produzent:innen und Filmemacher:innen finden u.a. bei Cartoon Next und Cartoon Business neue Impulse für Entwicklung, Produktion und Marketing von Animationsprojekten und IPs. Bei der Entwicklung von Buchadaptionen für Kinder hilft das Scriptwriting and Concept Development an der La Poudrière.

KREATIVE IM BEREICH VR/ XR

… mit immersiven Projekten und Ideen, die in Extended Reality entstehen sollen, finden beim Biennale College Cinema – Immersive Unterstützung. Auch interessant ist CIRCLE – Expanded Orbit, bei dem Teams interaktive oder immersive Werke entwickeln.

 

PROFESSIONELLE IM FILMVERLEIH, -VERTRIEB UND -MARKETING

… können an Weiterbildungsangeboten teilnehmen die sich mit aktuellen Herausforderungen in Distribution und im Marketing beschäftigen: etwa die Plattform Cannes Makers oder die Seminare EAVE Marketing Workshop und Market Ready (International Screen Institute).

 

WEITERE FORTBILDUNGSANGEBOTE

… gibt es u.a. im Bereich Postproduktion (APostLab), Archivierung (FRAME-Trainingsprogramm) oder Nachhaltiges Management (Green Film Lab / TorinoFilmLab und Sustainability Management / International Screen Institute).

INFORMATION UND BERATUNG
Creative Europe Desk München
Franziskanerstr. 14, 81669 München
Tel.: 089-54460330
E-Mail: info@ced-muenchen.eu 
Web: www.creative-europe-desk.de

Alle Neuigkeiten und Informationen zum Creative Europe MEDIA Programm sind auf der Webseite zu finden.

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Medienszene

Gute Stimmung und drei Schecks auf der Praterinsel

Rund 800 Gäste begrüßten der FFF Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Florian Herrmann und Dorothee Erpenstein beim FFF Empfang anlässlich des 43. Filmfests München 2026 auf der Praterinsel. Bei der Gelegenheit überreichten drei Verleihfirmen symbolische Schecks, da sie nach erfolgreicher Auswertung Fördermittel zurückzahlen.

In der zweiten Hälfte des 43. Filmfest München 2026 lud der FFF Bayern die Filmbranche zum FFF Empfang auf die Praterinsel ein. Sieben geförderte Filme liefen im Programm, darüber hinaus war der FFF Bayern mit geförderten Panels und Awards vertreten. Die Film Commission des FFF Bayern lud zur Location Tour in die SAP Arena und auf eine der legendären Floßfahrten ein. Überdies beteiligte sich der FFF Bayern an der CineCoPro Conference. Am Ende ging der CineCoPro Award für die beste internationale Koproduktion an den FFF-geförderten Film Strange River und der Audience Award an die ebenfalls FFF-geförderte Komödie Lieblingsmenschen. All das wie auch das 30-jährige Jubiläum des FFF waren Themen beim Empfang, bei dem Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann und FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein rund 800 Gäste begrüßten und drei symbolische Schecks mit Förderrückflüssen nach erfolgreicher Auswertung der Kinofilme Checker Tobi 3, Leibniz sowie Pumuckl und das große Missverständnis entgegennahmen.

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

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FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

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FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

© FFF Bayern Marcello Hartmann

FFF Empfang auf der Praterinsel

© FFF Bayern Marcello Hartmann

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FFF Empfang auf der Praterinsel

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FFF Empfang auf der Praterinsel

FFF Empfang auf der Praterinsel

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Termine

Termine

Eine Übersicht über wichtige
Branchentermine der nächsten Monate

 


22. Juli – 12. August

Filmkunstwochen München


23. – 25. August

Gamescom Dev


26. – 30. August

Gamescom


2.–12. September 2026

83. Internationale Filmfestspiele Venedig


3.–13. September 2026

20. Fünf Seen Filmfestival


8./9. September 2026

Deutscher Fernsehpreis


14.–18. September 2026

Filmkunstmesse Leipzig


8.–14. Oktober 2026

21. UNDER|DOX München


9.–11. Oktober 2026

Polaris Convention


14.–18. Oktober 2026

Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee


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16.–23. Oktober 2026

11. Queer Film Festival München


20.–25. Oktober 2026

60. Hofer Filmtage 2026


21. Oktober 2026

Blauer Panther


21.–23. Oktober 2026

40. Medientage München


5.–8. November 2026

Games Ground Berlin


13.–20. November 2026

Festival of Future Storytellers


18. November 2026

Verleihung FFF Kinoprogrammprämien


19.–22. November 2026

Zwickl.Dokumentarfilmfestival Schwandorf


4.–6. Dezember 2026

Tagung in der Ev. Akademie Tutzing: Teilhabe im Film (Vol. 3)


7./8. Dezember 2026

Focus London


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8. Dezember 2026

Deutscher Entwicklerpreis


16. Januar 2027

Verleihung 39. Europäischer Filmpreis


19.–22. Januar 2027

Filmwoche München


21.–31. Januar 2027

Sundance Film Festival


22. Januar 2027

Bayerischer Filmpreis


23. Januar 2027

Deutscher Filmball


25. Januar – 7. Februar 2027

37. Bamberger Kurzfilmtage


25.–31. Januar 2027

48. Filmfestival Max Ophüls Preis


10.–21. Februar 2027

77. Internationale Filmfestspiele Berlin


Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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FÖRDERUNG

Kollabo­ration für die Zukunft

Das Vernetzungsformat XR Meet & Mingle läutete auch in diesem Jahr das Festival der Zukunft ein. Hier trafen XR-Creators auf Film- und Festivalmacher*innen sowie Vertreter*innen von Hochschulen und Theater.

Eine Woche, nachdem der Vergabeausschuss fünf XR-Vorhaben mit insgesamt 360.000 Euro förderte, lud der FFF Bayern die XR-Szene und Fachbesucher*innen des Festivals der Zukunft sowie des Filmfests München zum Netzwerken ein. Das XR Meet & Mingle 2026 mit rund 100 Gästen fand zum 5. Mal statt und läutete die diesjährige Auflage von Munich Beyond ein, eine Initiative, an der fünf Institutionen zusammenwirken: FFF Bayern, XR Hub Bavaria Residenztheater München, Festival der Zukunft und Filmfest München. 

© FFF Bayern Andreas Büttner

FFF XR Meet & Mingle 2026

© FFF Bayern Andreas Büttner

FFF XR Meet & Mingle 2026

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FFF XR Meet & Mingle 2026

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FFF XR Meet & Mingle 2026

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FFF XR Meet & Mingle 2026

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FFF XR Meet & Mingle 2026

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FFF XR Meet & Mingle 2026

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FFF XR Meet & Mingle 2026

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FFF XR Meet & Mingle 2026

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FFF XR Meet & Mingle 2026

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Redaktion: Olga Havenetidis
Gestaltung und digitales Storytelling: Schmid/Widmaier

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Gute Stimmung und drei Schecks auf der Praterinsel

Dokumentar-
filmszene traf sich beim FFF Empfang

Am Tag nach der DOK.fest München-Eröffnung begrüßte der FFF Bayern die Dokumentarfilmszene beim FFF Empfang im Amerikahaus. Im Mittelpunkt standen die Teams der geförderten Filme, die im Festival-Programm liefen. Ebenfalls unter den Gästen: Regina Schilling und Thomas Kufus, Regisseurin und Produzent des Eröffnungsfilms über Ingeborg Bachmann.

Beim 41. DOK.fest München 2026 liefen acht FFF-geförderte Dokumentarfilme und eine geförderte XR Experience, am Ende gab es sechs Auszeichnungen für geförderte Projekte. Der FFF Bayern hat die 41. Edition im Rahmen der bayerischen Filmfestivalförderung unterstützt, gefördert wurde auch eine Fachveranstaltung zur Filmvermittlung im DOK.forum. Das Creative Europe Desk München war mit zwei Formaten und die Film Commission Bayern in einem Workshop über Gaussian Splatting jeweils im DOK.forum vertreten. Die Teams und weitere Fachbesucher*innen der Edition sowie die neuen Festivalleiterinnen Adele Kohout und Maya Reichert nahmen einen Tag nach der Eröffnung am FFF Empfang im Amerikahaus teil.

© FFF Bayern Marcello Hartmann

FFF DOK-Empfang im Amerikahaus

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FFF DOK-Empfang im Amerikahaus

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FFF DOK-Empfang im Amerikahaus

Herausgeber: FilmFernsehFonds Bayern GmbH – Presse und Information
Redaktion: Olga Havenetidis
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FESTIVAL DE CANNES:
FFF-GEFÖRDERTER FILM IM WETTBEWERB